Weltbilds Lese-Tablet: billiger geht’s nimmer

Wenn schon nicht mit guter Hardware, dann doch mit einem Niedrigpreis in den Kampf um Anteile auf dem Tabletmarkt einsteigen. Das werden sich der Weltbild-Verlag und der Buchhändler Hugendubel gedacht haben, als sie gerade ihr neues Android-Tablet vorgestellt haben. Das auffälligste Feature an dem namenlosen Gerät scheint der Preis zu sein. Gerade einmal 160 Euro kostet es. Dafür erwartet den User neben hohem Gewicht nur mittelmäßige Technik.

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Wenn schon nicht mit guter Hardware, dann doch mit einem Niedrigpreis in den Kampf um Anteile auf dem Tabletmarkt einsteigen. Das werden sich der Weltbild-Verlag und der Buchhändler Hugendubel gedacht haben, als sie gerade ihr neues Android-Tablet vorgestellt haben. Das auffälligste Feature an dem namenlosen Gerät scheint der Preis zu sein. Gerade einmal 160 Euro kostet es. Dafür erwartet den User neben hohem Gewicht nur mittelmäßige Technik.

Weltbild nennt es einen “Preis mit Signalwirkung”. Für 159,99 Euro bietet der Buchhändler ein Tablet der Marke Cat an. Die Eckdaten: ein acht Zoll großer Touchscreen mit einer Auflösung von 400×800 Pixeln, ein Prozessor mit 1,2 Gigahertz Taktrate, 512 Megabyte Arbeitsspeicher, eine 2-Megapixel-Kamera auf der Rückseite sowie eine 1,3-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite und vier Gigabyte Flashspeicher, der sich per SD-Karte erweitern lässt.

Zum Einsatz kommt Android 2.3, das nach Aussage von Golem.de nicht modifiziert wurde. Bei einem Gewicht von 500 Gramm sind 159,99 Euro eigentlich ein guter Preis. So scheint es auch Hugendubel zu sehen. "Diese herausragende Preis-Leistung soll unseren Kunden zeigen, dass wir auch in der digitalen Welt die Nr. 1 sind. Hugendubel steht seit seiner Gründung 1865 für konsequente Innovation und Kundenservice", betont Nina Hugendubel, geschäftsführende Gesellschafterin von Hugendubel: "Die digitale Revolution im Buchhandel beginnt."

Nein, sie hat schon lange begonnen. Angeführt vom Amazon und dem Kindle, gefolgt von Apple, iBooks und dem iPad. Und das schon vor guten zwei Jahren. Jetzt in den Markt einzusteigen mit einem Gerät, das technisch im Mittelfeld spielt, mit einem Tablet, das vor allem als eReader dienen soll, ist ein bisweilen “interessanter” Plan.

Zumal der Marktführer im eReader-Segment, Amazons Kindle, für 99 Euro zu haben ist. Der taugt zwar wirklich nur zum Lesen von Büchern. Aber dazu sollte ein Gerät, das von zwei Verlagen vertrieben wird, auch in erster Linie da sein. Zumal die Zielgruppe Leser sind, die lange Akkulaufzeiten und maximale Mobilität schätzen dürften. Auch hier hat der Kindle von Amazon mit einer Akkulaufzeit von mehreren Wochen und einem Gewicht von nur 170 Gramm (deutsche Version) ganz klar die Nase vorn.

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