DerWesten: mehr Sport, mehr Regionales

Der erste Schritt ist getan: In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag schaltete das Team um Online-Chefredakteur Thomas Kloß die renovierte Seite von DerWesten.de frei. Das Ergebnis ist laut Kloß: "Das schnellste Nachrichtenportal für die Region, die kommentierfreudigsten Autoren, führend im Sport." Ob die Aussagen tatsächlich so stimmen, muss erst das Tagesgeschäft beweisen. Der wichtigste Teil der Neupositionierung wird erst zum Jahreswechsel kommen, dann beerdigen die Essener ihre Web-Dachmarke.

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Der erste Schritt ist getan: In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag schaltete das Team um Online-Chefredakteur Thomas Kloß die renovierte Seite von DerWesten.de frei. Das Ergebnis ist laut Kloß: "Das schnellste Nachrichtenportal für die Region, die kommentierfreudigsten Autoren, führend im Sport." Ob die Aussagen tatsächlich so stimmen, muss erst das Tagesgeschäft beweisen. Der wichtigste Teil der Neupositionierung wird erst zum Jahreswechsel kommen, dann beerdigen die Essener ihre Web-Dachmarke.

Statt eines zentralen Zuganges sind die NRW-Titel Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), Westfälische Rundschau (WR), Neue Ruhr / Neue Rhein Zeitung (NRZ), Westfalenpost (WP) und Iserlohner Kreisanzeiger (IKZ) dann jeweils über ihre Namenskürzel als eigene URL (WAZ.de, WR.de, NRZ.de, Westfalenpost.de und IKZ-online.de) zu erreichen.

Vorher/Nachher: Die alte Seite von DerWesten.de (li.) und die renovierte Version

Der Relaunch zeigt jedoch bereits seit heute, wie die neue Seite aussehen soll. Auf der Startseite setzen die Essener nun noch stärker auf eine große Bühne, auf der die Top-Storys präsentiert werden. Durch das große Bild-Fenster wird eine gewisse optische Opulenz hergestellt. Allerdings hat eine Rotation der Spitzen-Meldungen immer den Nachteil, dass der Leser die Nachrichtenlage bei weitem nicht so intuitiv erfassen kann. Ein Angebot wie der neue Online-Auftritt der FAZ ist in diesem Bereich der Bühnen-Lösung weit voraus. In drei Spalten zeigen die Frankfurter alle wichtigen News im Überblick.

Mit den größeren Bildern wollen die Essener ihre Vorteile durch ihren großen Fotografen-Pool mit 30 festen und 70 freien Fotografen künftig stärker ausspielen. "Fotos und Videos sind deshalb auf der Startseite nun schon auf den ersten Blick prominent zu sehen", heißt es in einem Editorial zum Relaunch.

Am meisten versprechen sich die Macher sicherlich von ihren Änderungen bei den Regionalmeldungen und im Sport. So wird die hohe Fußball-Kompetenz der Revier-Blätter noch stärker in den Vordergrund gespielt. Eine gute Entscheidung: Ob Dortmund, Schalke oder Bochum – in keiner deutschen Region gibt es mehr Profiklubs und mehr Fußballfans.

„Die Nutzungszahlen zeigen, dass Leser wie Anzeigenkunden unser Portal schätzen und gut annehmen“, sagt Erik Peper, Geschäftsführer von WAZ NewMedia. „Beiden schulden wir es, in die Reichweite und Qualität unseres Onlineauftritts zu investieren.“ Seine Online-Leiterin Daniela von Heyl ergänzt: „Unsere Tageszeitungen sind Markt- und Meinungsführer hier im Verbreitungsgebiet, diese Stellung wollen wir sichern und ausbauen – für Print und für Online.“

Das neue Sport-Ressort: große Bilder sollen Emotionen wecken. Jeder Verein bekommt zudem eine eigene Unterseite

Genau das dürfte die Essener am meisten wurmen. Mit der Marke DerWesten ist es ihnen nie gelungen, die beherrschende Stellung der gedruckten Regionalzeitungen ins Web zu transferieren. Im September erreichte DerWesten.de 8,06 Millionen redaktionelle Visits. Damit reicht es im NRW-Vergleich nur zu einem dritten Platz. RP-Online kommt auf 8,5 Millionen Visits und Express Online aus Köln auf 8,88 Millionen. Es wird ein spannendes Experiment, wie sich die Aufsplittung auf den Traffic auswirkt.
Neben der Konzentration auf das Nachrichten-Portal wollen die Essener auch ihre Social Media-Aktivitäten weiter ausbauen. Bei Facebook kommt die Seite auf rund 9.000 Freunde, bei Twitter sammelte der Stream bislang über 28.000 Follower.

Die schwierigste Aufgabe aber bleibt: Alle 600 WAZ-Redakteure sollen für die Mitarbeit am Web-Portal gewonnen werden. Durch einige technische Neuerungen soll dies künftig einfacher gehen. "Da haben wir an einigen Stellen geschraubt und gefeilt“, sagt Chefredakteur Kloß. „Jetzt wollen wir zeigen, was wir können.“

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