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Karola Wille wird neue MDR-Intendantin

Das Hickhack hat ein Ende: Der MDR hat eine Nachfolgerin für den scheidenden Intendanten Udo Reiter gefunden. Ab dem 1. November übernimmt die bisherige stellvertretende Senderchefin, Karola Wille, den Chefposten beim Mitteldeutschen Rundfunk. Der MDR-Rundfunkrat wählte die 52-Jährige im ersten Wahlgang mit großer Mehrheit. Sie erhielt die Stimmen von 32 der 39 anwesenden Rundfunkräte. Zur erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit waren nur 26 Stimmen nötig. Wille war die einzige Kandidatin.

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Vor ihr hatte bereits der Chefredakteur der Leipziger Volkszeitung, Bernd Hilder, versucht die nötige Mehrheit im Rundfunkrat zu erlangen. Er war vor wenigen Wochen allerdings gescheitert.
Spannend wird es sein zu beobachten, ob es der Wille gelingt, den affärengebeutelten Sender in ruhigeres Fahrwasser zu führen und dann zu renovieren. Beim MDR liegt zu viel im Argen, als das ein entschiedenes „Weiter so“ der neuen Chefin reicht. Wille geht beim MDR zum Establishment. Schließlich steht sie bereits seit 1996 an der Spitze der juristischen Direktion des Senders.
„Sie übernimmt das Ruder des MDR in schwierigen Zeiten“, kommentiert die ARD-Vorsitzende und WDR-Intendantin Monika Piel die Wahl von Wille.“ Ich wünsche ihr für die vor ihr liegende Aufgabe viel Kraft, Entschlossenheit und auch den Mut, Neues zu wagen. Der MDR-Rundfunkrat hat sich mit Carola Wille für eine  engagierte und kompetente Persönlichkeit entschieden, die sich seit Gründung des Senders für dessen Belange einsetzt.

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