eBay: Erwartungen erfüllt, Aktie fällt dennoch

Kein Happy-End nach Handelsschluss: Der nach Google, Amazon und Baidu viertwertvollste Internetkonzern der Welt konnte Investoren bei Vorlage seiner jüngsten Bilanz nicht überzeugen. Dabei sahen die Zahlen zunächst gut aus: Stolze 491 Millionen Dollar verdiente eBay zwischen Juli und September – das waren 14 Prozent mehr als im Vorjahresquartal, als das weltgrößte Online-Auktionshaus noch Gewinne in Höhe von 432 Millionen Dollar erwirtschaftet hatte.

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Die Umsätze entwickelten sich leicht besser als von den Volkswirten prognostiziert: Statt 2,9 Milliarden Dollar erlöste der Online-Pionier im abgelaufenen Dreimonatszeitraum 2,97 Milliarden Dollar. Das waren 32 Prozent mehr als im Vorjahr.
Maßgeblicher Treiber der Wachstumsdynamik war erneut der Bezahldienst PayPal, der inzwischen über 100 Millionen zahlende Kunden versammelt hat. Damit wurde bei eBay ein Paradigmenwechsel vollzogen: Das klassische Auktionsgeschäft (Marketplace) wächst nicht nur bedeutend langsamer als Paypal, es weist mit 99 Millionen aktiven Nutzern inzwischen auch weniger Kunden aus.

Leicht schwächerer Ausblick läst Aktie fallen
Damit waren Anleger indes keinesfalls unzufrieden. Zum Verhängnis wurde eBay, dass der Ausblick leicht unter den Markterwartungen blieb. Statt des erwarteten Gewinns von 58 Cent je Aktie bei Umsätzen von 3,3 Milliarden Dollar stellte eBay im Weihnachtsquartal "nur" Gewinne zwischen 55 und 58 Cent je Aktie bei Erlösen von 3,2 bis 3,35 Milliarden Dollar in Aussicht.

Die Aktie machte daraufhin im nachbörslichen Handel einen Rücksetzer von mehr als 4 Prozent auf 31,80 Dollar. Seit Jahresbeginn liegen die Anteilsscheine des an der Technologiebörse Nasdaq geführten Online-Auktionators aber noch um 15 Prozent vorne.

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