Steve Jobs: Biografie für seine Kinder

Es war ein Wettlauf mit der Zeit: Noch einmal das Leben in eigene Worte fassen, das war Steve Jobs in den letzten Monaten besonders wichtig. Aufgeschrieben hat die Geschichte des iGods der frühere Times-Chefredakteur Walter Isaacson. Der Apple-Gründer stand in 50 Interviews Rede und Antwort. Beim letzten Treffen gestand Jobs seine Motivation: Er wollte seinen Kindern genauer erklären, was er gemacht habe. Das Erscheinungsdatum wurde abermals vorverlegt – in zwei Wochen wird die Biografie veröffentlicht.

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Bewegende Einblicke hinter den Kulissen der wohl meist erwarteten Biografie der letzten Jahre: Ein vom Krebs gezeichneter Steve Jobs, der im Schlafzimmer unter Schmerzen mit seiner schweren Krankheit ringt, weil er nicht mehr die Treppen nach unten gehen kann – so verlief das letzte Interview zwischen dem mehrfach prämierten Starjournalisten Walter Isaacson und dem legendären Apple-Gründer.

"Er krümmte sich vor Schmerzen, aber sein Verstand war immer noch scharf und sein Humor lebendig", beschrieb Isaacson die letzte Begegnung. Rund 50 Mal hatten sich Jobs und der frühere Times-Chefredakteur, der bereits Biografien über Benjamin Franklin und Albert Einstein verfasst hatte, zuvor für Interviews an der autorisierten Biografie getroffen.

Beim letzten Treffen fragte der drei Jahre ältere Vorstand des Aspen Institutes Jobs schließlich nach seiner Motivation für die ausführliche Biografie. "Ich wollte, dass mich meine Kinder besser kennenlernen", erklärte Jobs. "Ich war nicht immer da für sie, und ich wollte, dass sie wissen warum, und verstehen, was ich getan habe."

Veröffentlichung bereits in zwei Wochen

Seit jeher galt Steve Jobs als notorisch verschwiegen. Bereits 2004 jedoch fragte der Apple-Gründer bei Isaacson an, ob er seine Biografie schreiben wolle. Er habe damals abgewunken, erklärt der frühere CNN-Chairman und langjährige Times-Chefredakteur diese Woche im US-Nachrichtenmagazin. "Vielleicht in ein oder zwei Jahrzehnten, wenn Du im Ruhestand bist", lautete damals die augenzwinkernde Absage.

Wenig später jedoch hörte Isaacson von Jobs‘ erster Krebs-Operation und verstand das Anliegen besser. Innerhalb der letzten zwei Jahre entstand schließlich eine der meist erwarteten Biografien aller Zeiten, die mit einer Auflage von 1,2 Millionen Exemplaren startet.
Der Erscheinungstermin wurde mehrmals vorverlegt – zunächst von März nächsten Jahres auf Ende November 2011. Nach dem Tod des Apple-Gründers am vergangenen Mittwoch wurde die Veröffentlichung nun abermals vorgezogen. "Steve Jobs" soll jetzt bereits in zwei Wochen, am 24. Oktober, bei Simon & Schuster und drei Tage später bei C. Bertelsmann in deutscher Sprache erscheinen.

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