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Die große PR-Show des Sean Parker

Genau ein Jahr ist es her, als "The Social Network" in den Kinos rund um den Globus für Furore sorgte. Nach dem Facebook-Film stellte sich eigentlich nur eine Frage: Wer war der größere Mistkerl – Gründer Mark Zuckerberg oder der erste Präsident, Sean Parker? Niemand anderes als Justin Timerlake hievte Parker in den Popstar-Status. Diesen scheint der Zweifach-Milliardär nun auch im wirklichen Leben nachzueifern: Der 32-Jährige startet in diesen Tagen eine gewaltige PR-Kampagne in eigener Sache.

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Am Ende ist es nur dieser eine Satz, der hängen bleibt: "Eine Milliarde Dollar ist cool." Nicht ein Million, eine Milliarde. Das sagt der ehemalige Napster-Mitbegründer Sean Parker dem jungen aufstrebenden Programmierer Mark Zuckerberg, als es um die Finanzierung seines großen Traums geht – einem sozialen Netzwerk, das als Facebook die Welt verändern sollte.

Heute kennt die Anekdote tatsächlich wohl die halbe Welt. "The Social Network", der Film, ist Popkultur par excellence und Facebook, der eigentliche Inhalt des Hollywood-Blockbusters, selbst Mainstream. Am Ende, so scheint es, sind die Grenzen längst verschwommen. Justin Timberlake ist einer der größten Popstars der Gegenwart, aber gilt das nicht für den Facebook-Gründer Mark Zuckerberg auch längst?

Popstar Parker: Basteln am eigenen Image

Timberlakes Film-Vorbild muss in diese Rolle zumindest erst noch reinwachsen.  Auch wenn jedes Internet-Kind der Nullerjahre Napster kennt und die nächste Generation den Facebook-Film – eine weltumfassende Berühmtheit ist Sean Parker, der frühere Facebook-Präsident, noch nicht.

Wie es den Anschein hat, wäre das der 32-Jährige aber wohl gerne. So zumindest erscheinen die beträchtlichen Anstrengungen des zweifachen Milliardärs in den vergangenen Wochen. Im Gegensatz zu Facebook-Gründer Zuckerberg, der immer wieder Prügel für seine ungelenken öffentlichen Auftritte bekommt, scheint Parker auch mediale Publicity ganz versessen zu sein.

5000 Dollar Trinkgeld

So nutzte der "Tech Playboy" (Gawker) den Rummel um die Facebook-Entwicklerkonferenz f8 in der vergangenen Woche, um selbst die größte Party des Events zu schmeißen, auf der sich nicht nur Buddy Mark Zuckerberg blicken ließ, sondern auch die HipHip-Ikone Snoop Dogg und die Rocker von The Killers. Die Party selbst schmiss Parker zu Ehren des Musik-Streaming-Dienstes Spotify, in den der frühere Facebook-Präsident investiert ist.

Am Wochenende ging das Popstar-Leben in Hollywood weiter, als sich Parker äußerst spendabel zeigte und in einer Cocktailbar die Zeche großzügig aufrundete: 6.000 Dollar kosten die Drinks, doch am Ende blieben 11.000 Dollar in der Bar. 5.000 Dollar gingen also genau an die glückliche Kellnerin. So kann man auch für Schlagzeilen sorgen.

Parker debütiert auf Twitter: "Sorry Zuck"

Oder eben auf dem Weg, den der Seriengründer (Napster, Plaxo) kennt – im Internet. So machte in der vergangenen Woche die Runde, Parker launche ein Blog, wie die Lästermäuler von Gawker berichten. Parker selbst hatte ihnen die Information gesteckt: "Ich werde ein Blog launchen, mit dem Leute ihre Zeit verplempern können – nur wird es weniger nutzlos und gemein sein als Eures", so die Breitseite des 32-Jährigen.

Doch das ist noch nicht alles. Seine Facebook-Fanpage lässt Parker von einer professionellen PR-Agentur pflegen, er schaltet sogar Anzeigen für sich selbst auf jener Seite, deren Präsident er bis zu seinem Rauswurf 2006 einst war. Doch weil die Social Media-Welt dann doch noch größer ist versucht Parker seine Botschaften auch noch beim Rivalen zu lancieren: "Sorry Zuck", lautete Parkers erster Tweet,  "ich musste das einfach tun, schließlich." Eine Fortsetzung, ganz gleich ob auf dem 140-Zeichen-Dienst, bei Facebook oder im eigenen Blog, scheint garantiert.

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