Sky-Bundesliga: Quotenflop VfL Wolfsburg

Neben der TSG Hoffenheim tut sich derzeit ein weiterer Bundesliga-Verein als Club mit sehr wenigen Sky-Zuschauern hervor: der VfL Wolfsburg. Drei der vier neuesten Spiele hatten nur 0,00 bis 0,01 Mio. Zuschauer. In den exklusiv von MEEDIA errechneten Bundesliga-Tabellen nach Sky-Quoten rettet die Wolfsburger nur die Tatsache, dass man schon gegen den Quoten-Tabellenführer FC Bayern und den Zweiten Schalke 04 spielen musste. Letzter sind die Hoffenheimer - nun in beiden MEEDIA-Tabellen.

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Der 7. Bundesliga-Spieltag begann mit dem Sieg des HSV in Stuttgart. Wie viele Leute das Match bei Sky gesehen haben, ist leider noch unklar, da Sky keinen korrekten Sendeablauf gemeldet hat. Das Spiel kommt daher erst am kommenden Montag in unsere Wertung. Am Samstag ging es dann mit insgesamt 0,77 Mio. Bundesliga-Fans weiter – der geringste Samstagnachmittags-Wert der bisherigen Saison. Der Marktanteil lag bei 7,1%, in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen reichten 0,32 Mio. auch nur für 7,3%.

Die meisten Zuschauer entschieden sich wie immer für die Konferenz, stärkstes Einzelspiel war das zwischen Mönchengladbach und Nürnberg mit 0,09 Mio. Fans (0,8%), bzw. 0,04 Mio. 14- bis 49-Jährigen (1,0%). Dahinter folgen im Gesamtpublikum die Spiele zwischen Schalke und Freiburg, sowie zwischen Mainz und Dortmund mit jeweils 0,06 Mio. (0,5%), Augsburg und Hannover kam auf 0,03 Mio. Fans und Wolfsburg gegen Kaiserslautern sahen nur 0,01 Mio. Bei den 14- bis 49-Jährigen landete hinter Gladbach und Nürnberg das Match zwischen Schalke und Freiburg mit 0,02 Mio. (0,5%), die drei anderen Spiele kamen gerundet allesamt auf 0,01 Mio. Leider fehlen auch bei den Samstagnachmittagsquoten noch zwei Details: die HD-Zahlen der Spiele Schalke-Freiburg und Mainz-Dortmund. Hier könnten sich die Quoten daher noch minimal erhöhen, sobald die Daten vorliegen.

Komplett sind hingegen die Zuschauerzahlen des Samstagabendspiels zwischen Bayern München und Bayer Leverkusen: 0,84 Mio. Fans (4,2%) sorgten hier für einen neuen Rekord. Kein anderes Spiel hatte auf dem 18.30-Uhr-Sendeplatz seit Start der offiziellen Sky-Quotenmessung so viele Zuschauer. Bei den 14- bis 49-Jährigen sorgten 0,41 Mio. (5,8%) ebenfalls für eine neue Bestleistung. Davor sahen 0,39 Mio. die Vorberichte, 0,13 Mio. "Alle Spiele, alle Tore", um 20.45 Uhr kam "Samstag Live!" auf 0,07 Mio. Zuschauer (0,2%), bei den 14- bis 49-Jährigen aber angesichts von Konkurrenz wie "Das Supertalent" nur auf 0,00 Mio. (0,0%).

Der Sonntag sorgte dann wieder für einen Minusrekord – es war der schwächste Bundesliga-Sonntag der laufenden Saison. Nur 0,27 Mio. (2,1%) wollten das Match zwischen Köln und Hoffenheim sehen, 0,43 Mio. (2,4%) danach das zwischen Bremen und Hertha. Hier hat das schöne Wetter Sky offenbar einen Strich durch die Rechnung gemacht. Bei den 14- bis 49-Jährigen kamen Köln und Hoffenheim auf 0,09 Mio. (1,6%), Bremen und Hertha auf 0,16 Mio. (2,4%).

In unserer Sky-Zuschuertabelle hat Bayern München seinen Vorsprung weiter ausgebaut. Gegner Bayer Leverkusen schiebt sich knapp vor Borussia Mönchengladbach auf Rang 3. Zwei Plätze gewonnen haben Werder Bremen und Hertha BSC, drei Ränge verloren hat der 1. FC Kaiserslautern. Letzter bleibt wie erwähnt die TSG Hoffenheim, der VfL Wolfsburg nähert sich dem Tabellenende wegen der miserablen jüngsten Quoten immer weiter an.

Für unsere zweite Tabelle werten wir nur die Spiele am Samstagnachmittag, denn hier zeigt sich mittelfristig wohl noch besser, welche Vereine die meisten Fans unter den Sky-Zuschauern haben. Im Gesamt-Ranking profitieren zu einem großen Teil die Clubs, die besonders oft auf den anderen Sendeplätzen – und damit ohne direkte Konkurrenz – kicken. Erster ist auch hier Bayern München, dahinter folgen mit dem HSV und Kaiserslautern zwei Vereine, die schon gegen die Bayern gespielt haben. Letzter ist nun auch hier Hoffenheim, da sich Mainz wegen der ordentlichen Zahlen gegen Dortmund um zwei Plätze verbessern konnte.

Würde man die vier 15.30-Uhr-Spiele des FC Bayern, der immer besonders viele Fans anlockt, herausrechnen, würde übrigens Werder Bremen vor Schalke 04 und dem VfB Stuttgart führen.

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