Weitemeier: Korruptionsgeflecht im MDR

Im Skandal um den gekündigten MDR-Unterhaltungschef Udo Foht gibt es neue Erkenntnisse des mit internen Ermittlungen beauftragten Ex-Kriminalisten Ingmar Weitemeier. Wie der Focus berichtet, beschreibt Weitemeier in seinem Bericht ein umfangreiches Korruptionsgeflecht innerhalb des MDR. Bei scheinbaren Krediten von Produzenten an Foht soll es sich in Wirklichkeit vielfach um Schmiergelder gehandelt haben.

Anzeige

Nach Weitemeiers Recherchen bewahrte Foht in seinem Aktenschrank „Plastiktaschen voller Unterlagen“ auf und hatte sie offenbar zum Abtransport vorbereitet.
Der Ex-LKA-Chef von Mecklenburg-Vorpommern überprüft mit seiner Sicherheitsfirma Esecon im MDR-Auftrag interne Abläufe der ARD-Anstalt. Sein Bericht dient nach Focus-Informationen als Grundlage für die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Leipzig.
Auf der Rundfunkratssitzung vom 31. August räumte der scheidende MDR-Intendant Udo Reiter laut einem dem Focus vorliegenden Protokoll erstmals eigene Fehler ein. In den Anfangsjahren des Senders seien Controller und Revisoren „nicht so wichtig“ gewesen. Man habe „auf dem Hausgang Entscheidungen getroffen, für die man in der ARD heute drei Hauptversammlungen braucht“, so Reiter. Nach den Erfahrungen der letzten Skandale werde man aber beim MDR jetzt „bürokratische Hemmschwellen einbauen“.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige