NYT: Print- und Online-Anzeigen sinken

Auf einer Konferenz der US-Investmentbank Goldman Sachs sprach Janet Robinson, CEO der New York Times, über die Anzeigensituation und die Paywall-Fortschritte. Sowohl Print- als auch Online-Anzeigenumsätze der New York Times sanken im dritten Quartal. Mit der Zahl der Digital-Abonnenten zeigte sich Robinson dagegen sehr zufrieden. Im Juli hieß es, die New York Times habe 224.000 zahlende Digital-Abonnenten gewinnen können. Viele davon sogar von außerhalb der USA.

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Inklusive der Print-Abonnenten, die ebenfalls Digital-Zugang haben und gesponserten Digital-Abos komme die New York Times (NYT) insgesamt auf gut über eine Million zahlende Digital-Kunden. “Das ist eine ziemlich beeindruckende Zahl”, sagte Robinson laut dem Web-Dienst PaidContent.org. Die NYT-Chefin sagte auch etwas zur regionalen Verteilung der Digital-Abos. Demnach stammten 88 Prozent der Digital-Abonnenten aus den USA und zwölf Prozent seien internationale Abonnenten.

Die New York Times hatte eine so genannte Metered-Paywall eingeführt. Das heißt, Nutzer können eine bestimmte Anzahl von Artikeln gratis lesen. Erst wenn das Gratis-Kontingent überschritten wird, werden sie aufgefordert, ein Abo abzuschließen.

Während sich der Vertriebsmarkt recht erfreulich entwickelt, bereitet der New York Times das rückläufige Anzeigengeschäft Sorgen. In Print verliert die Zeitung im dritten Quartal zehn Prozent an Anzeigenerlösen, Online um die zwei bis drei Prozent. Vor allem Anzeigen aus der Immobilien- und Finanzbranche, dem nationalen Autogeschäft und der Unterhaltungsindustrie schwächeln. Positiv entwickelte sich dagegen die Anzeigensituation bei der Telekommunikations- und Luxusgüterindustrie.

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