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Oenning geht gegen Twitter-Fake vor

Die Tweets des falschen Michael Oenning sind äußerst unterhaltsam. Doch der HSV-Trainer versteht offenbar keinen Spaß: Wie Welt.de berichtet, hat der 45-Jährige einen Rechtsanwalt eingeschaltet, der gegen die Beiträge vorgehen soll. „Wir nutzen selbst soziale Netzwerke und haben kein Problem damit, uns auch mal auf die Schippe zu nehmen. Aber in diesem Fall wird eine Grenze überschritten“, sagte Mediendirektor Jörn Wolf. Hintergrund ist ein Tweet, der sich gegen Lucien Favre richtete.

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Der gefakte Oenning zwitscherte über seinen Gladbacher Trainer-Kollegen, der gebürtiger Schweizer ist: „Lobhudelei an jeder Ecke für Herrn Favre und seine Leistung mit Gladbach. Nun gut, immerhin müssen meine Interviews nicht untertitelt werden.“ Das war dem Coach und seinem Verein wohl zu viel. „Es ist nicht zu akzeptieren, wenn sich Einträge gegen Trainer und andere Klubs richten“, fügte Mediendirektor Wolf gegenüber Welt.de hinzu.
Der Unbekannte zwitschert unter Oennigs Namen Dinge wie: „Wir werden Geschichte schreiben und Titel holen – selbst wenn es vorerst nur der alte Rekord von Tasmania Berlin ist.“ Der Autor kennt sich offenbar gut im Fußball aus: Er benutzt zum Teil echte Zitate des Trainers und wandelt sie für seine Zwecke ab.
So twitterte am Montag der falsche Oenning: „Wir werden jetzt nicht in Panik geraten und mit einem Sieg gegen Gladbach rechnen, wir gehen den Weg der kleinen Schritte.“ Ein ähnliches Zitat nutzte der HSV-Coach nach seinem Einstandssieg gegen den FC Köln in der vergangenen Saison. Er sagte, der Sieg sei „natürlich eine tolle Grundlage, um Vertrauen zueinander zu bekommen“, doch gehe man „den Weg der kleinen Schritte“.
Während die Anwälte noch darum kämpfen, dass unter dem Account „Mad“ nicht mehr im Namen des HSV-Trainers gewittert wird, haben sich die Follower des falschen Coaches innerhalb eines Tages mehr als verdoppelt. Am Dienstag folgten noch rund 200 Nutzer dem vermeintlichen Fußball-Lehrer. Am frühen Mittwochabend waren es bereits 477.

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