Nielsen: Print-Werbemarkt schwächelt

Der Werbemarkt hat sich im August deutlich schwächer entwickelt als im Gesamtjahr 2011. Wie die neuesten Brutto-Zahlen von Nielsen Media Research zeigen, lagen die ausgewerteten Medien im August nur 1,6% über dem Vorjahr, auf des Gesamtjahr gerechnet sind es noch 4,6%. Besonders schlecht lief der Monat für die Print-Medien: Tageszeitungen und Publikumszeitschriften landeten unter den Werten aus dem August 2010. Aber auch mit TV- und Kinowerbung wurde weniger Geld umgesetzt als im Vorjahresmonat.

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Einen größeren Umsatz als im August 2010 verzeichneten laut Nielsen hingegen die Fachzeitschriften, das Radio, die Plakatwerbung und das Internet. Am deutlichsten nach unten ging es für die Publikumszeitschriften, bei denen aus 239 Mio. Euro im August 2010 ein Jahr später 230 Mio. wurden.

Auf das Gesamtjahr gerechnet bleiben die Publikumszeitschriften allerdings noch im Plus. Der Brutto-Werbeumsatz von 2,225 Mrd. Euro bedeutet ein Wachstum von immerhin 3,0%, der allerdings unter dem Wert der gesamten Medienbranchen (4,6%) liegt. Weiterhin unter den Zahlen des Vorjahres bleiben logischerweise die Zeitungen: Ihr Brutto-Umsatz schrumpfte um 1,2% auf 3,246 Mrd. Euro. Ebenfalls unter der 4,6%-Marke liegen die Fachzeitschriften (+4,0%) und das Fernsehen (+2,5%).

Am stärksten wächst 2011 weiterhin die Werbung in Kino und Internet. Das Kino legte um 26,1% zu, bleibt mit 53,3 Mio. Euro allerdings weiterhin der kleinste der Werbeträger, das Internet wuchs um 23,6%. Plakatwerbung kam auf ein Plus von 15,4%, Radioreklame auf 5,7%.

(Tabelle: Nielsen)

Wie immer muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Freispots, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Medienbranchen und des Werbedrucks sind sie dennoch.

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