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Die Top 50 der Nachrichten-Websites

Diesmal mit etwas Verspätung nachgereicht, aber besser spät als nie: MEEDIA präsentiert die neueste Ausgabe des Top-50-Nachrichten-Rankings der IVW-Zahlen mit den exklusiv von uns errechneten Marktanteilen. Die interessantesten Entwicklungen: n-tv.de, Handelsblatt.com und die FTD gehören zu den Gewinnern des Monats, Bild.de, Welt Online und stern.de zu den Verlierern. Auf den hinteren Rängen machte die Rhein-Zeitung aus Koblenz einen ordentlichen Satz nach oben.

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Die urlaubsbedingte Verspätung habe ich (MEEDIA-Autor Jens Schröder) dazu genutzt, eine kleine Inventur zu machen. Sämtliche IVW-geprüfte Websites wurden wie alle paar Monate dahingehend überprüft, ob sie in unseren Kriterienkatalog einer Nachrichten-Website passen oder nicht. Gestrichen wurde bei der Inventur niemand, dafür sind ein paar neu hinzu gekommen, u.a. die Sites einiger kleiner Lokalradiosender.

Bekanntester Neuzugang: BerlinOnline. Bisher hatten wir das Angebot nicht als Nachrichten-Website gewertet, da die Seiten der Berliner Zeitung nur Unterseiten des Stadtmagazins sind. Ein Blick auf die AGOF-Belegungseinheiten-Statistik zeigt aber, dass der meiste Traffic durch genau diese Tageszeitung entsteht, also werten wir BerlinOnline ab sofort als Nachrichten-Website. Sie findet sich diesmal auf Rang 48 der Top 50. Der Berliner Kurier, ebenfalls einst Teil von BerlinOnline wird inzwischen als eigenständiges Angebot von der IVW gemessen, die Zahlen werden allerdings derzeit noch nicht veröffentlicht.

Durch die kleine Erweiterung des Gesamtmenge war es für die einzelnen Angebote diesmal noch etwas schwieriger, ihre Marktanteile aus dem Juli zu halten oder auszubauen. Dennoch gelang das in der ersten Hälfte des Rankings immerhin zehn Angeboten. Am deutlichsten zulegen konnten dabei n-tv.de (+0,38 Marktanteilspunkte), Handelsblatt.com (+0,32), Focus Online (+0,23) und die Financial Times Deutschland (+0,18). Zur Erinnerung: Die Marktanteile errechnen wir aus allen – derzeit 243 – als Nachrichten-Website gewerteten Angeboten. Der Vorteil dieser Zahlen: Im Gegensatz zu den reinen Visits sind die nicht abhängig von saisonalen Schwankungen, Sondereffekten oder Urlaubszeiten. Sie zeigen daher besser, wie sich die einzelnen Websites im Gesamtmarkt entwickeln.

Die Angebote mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Finanzen legten offenbar durch die nicht enden wollende Euro- und Schuldenkrise zu. Das gilt im Übrigen nicht nur für Handelsblatt, FTD und manager magazin, sondern auch für Focus Online, zu dem auch das Angebot Finanzen100 gerechnet wird, sowie n-tv.de, zu dem auch Teleboerse.de zählt. Focus und n-tv bauten ihre Zahlen vor allem in der IVW-Kategorie Wirtschaft/Finanzen deutlich aus. Am kräftigsten verloren haben bei den Marktanteilen diesmal hingegen Bild.de (-1,11 Punkte), Welt Online (-0,19), stern.de (-0,12) und RP Online (-0,11).

Den größten Sprung in der zweiten Hälfte der Top 50 hat diesmal die Rhein-Zeitung gemacht. Um 22,6% verbesserte man die redaktionellen Visits aus dem Inland – das entspricht einem Marktanteilsplus von 0,04 Punkten und der Verbesserung auf Platz 39 des Rankings. Immerhin um 0,02 Zähler verbessert haben sich HNA Online und die Westfälischen Nachrichten. Ein deutliches Minus steht hingegen unter der Monatsbilanz des Duos Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten (-0,06), der Abendzeitung (-0,05), sowie der Badischen Zeitung, des Südkuriers und Nordbayern.de (jeweils -0,04). Neu dabei ist wie erwähnt BerlinOnline, aus der Top 50 heraus gefallen ist hingegen News.de.

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