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Kai Diekmann: Bild kann teurer werden

Bild-Chef Kai Diekmann hat in einem Interview mit dem Handelsblatt angedeutet, dass der Verkaufspreis der Bild weiter steigen wird, um die Zeitung hoch profitabel zu halten. “Ich schließe nicht aus, dass Bild irgendwann einen Euro kosten wird”, sagte er. Generell seien Zeitungen “viel zu billig”, vor allem Regionalzeitungen. Ansonsten verkündete Diekmann, auf einen Vorstandsposten bei Axel Springer keine Lust zu haben und eine Bild-Buchreihe mit Literatur-Nobelpreisträgern herauszugeben.

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Diekmann kündigt für die Buchreihe “20 Bände zu einem sensationellen Preis” an. Der Bild-Chef arbeitet mit solchen Aktionen weiter an der von ihm definierten Rolle der Bild als politisches und gesellschaftliches Leitmedium. Der Bild-Chef im Handelsblatt (hier der Link zur Online-Kurzfassung des Interviews): “Als ich 1992 stellvertretender Bild-Chefredakteur wurde, gab es die Seite 2 als Politikseite nicht. Heute ist Politik ein selbstverständlicher Teil der Berichterstattung, und wir sind ein politisches Leitmedium.”

Der Boulevard als Maintream-Phänomen ist eien von Diekmanns-Lieblingsthesen, die auch hier wieder gepflegt wird. Der Auflagen-Verlust von Bild mache ihm kein großes Kopfzerbrechen. Online sei Bild.de seit 2009 die reichweitenstärkste Printmarke im Internet und bereits heute würde über 100.000 Menschen täglich für die digitale Bild auf mobilen Endgeräten bezahlen. “Die Apps für Tablet PCs sind heute noch kein großes Geschäft im Vergleich zu Print. In drei Jahren wird das ganz anders sein”, so Diekmann.

Ihm immer wieder nachgesagten Ambitionen auf einen Vorstandsposten bei Springer erteilt er in dem Interview eine Absage: “Glauben Sie wirklich, ich will meine Zeit in Sitzungen verbringen, während draußen eine große Geschichte vorbeifliegt?”

Das kann man glauben. Oder auch nicht.

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