Google übernimmt Restaurant-Portal

Google kauft das US-Portal Zagat. Der Anbieter ist ein Urahne von Rating-Portalen wie Yelp oder Qype und wurde bereits vor 32 Jahren gegründet - zunächst als gedruckter Restaurantführer, dann auch als Online-Guide. Zagat werde ein "Eckpfeiler des lokalen Angebots", notierte Google-VP Marissa Mayer. Beide beteiligten Seiten geben sich euphorisch. Über den Kaufpreis verlautbarte zunächst nichts - inoffizielle Berichte gehen von etwa 200 Millionen Dollar für die Gründer des User Generated Content-Anbieters aus.

Anzeige

Im offiziellen Google-Blog schreibt Mayer, die Kraft von Google-Suche und Google Maps werde zusammen mit den Angeboten von Zagat zu einem noch besseren User-Erlebnis führen. Die Zagat-Ratings von Konsumenten seien eine der "frühesten Formen von User Generated Content" überhaupt gewesen. Die kleinen Zagat-Taschenbücher wären "mobile" gewesen, als es ein "mobile" im elektronischen Sinne noch gar nicht gegeben habe.

Wie Techcrunch berichtet, hatte Google bereits 2009 Interesse, Yelp zu kaufen, woraus aber nichts wurde. Den möglichen Kaufpreis für Zagat schätzt der Techcrunch-Autor auf 200 Millionen Dollar. Die Strategie: Die Suchergebnisse für Restaurants mit weiteren Inhalten anreichern. Google als Unternehmen sieht sich allerdings nicht als Inhalte-Anbieter im strengen Sinn, sondern als Technologie-Konzern. Der Kauf dürfte weitere Diskussionen um die Rolle von Google im Verhältnis zu Content-Anbietern anheizen – auch was das neutrale Ranking von Suchergebnissen angeht.  

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige