User legen sich mit Notebooksbilliger.de an

Das HP-Touchpad sorgt weiter für Wirbel: Nachdem das Tablet für 99 Euro verschleudert wurde, stiegen die Verkaufszahlen rasant an. Nun kündigte der Online-Shop Notebooksbilliger.de an, 1300 Geräte für 129 Euro an die schnellsten Kunden zu verkaufen – exklusiv über Facebook. Die Folge: Die Fan-Seite wurde förmlich überrannt. Jetzt rudert das Unternehmen zurück und will alle Fans mit einbeziehen – der Ärger bei denen, die auf den für Dienstag angekündigten Verkauf gewartet haben, ist groß.

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Am Montag kündigte Notebooksbilliger.de im Firmenblog an, dass man die auf Lager liegenden HP-Touchpads mit 32 GB Speicherplatz über seinen Facebook-Shop verkaufen werde. „Wir werden die Geräte nicht verlosen können, sondern werden nach dem Motto: first in, first serve arbeiten. Des Weiteren ist nur ein Gerät pro Kunde möglich.“
Das Unternehmen versprach außerdem, dass der Shop am Dienstagvormittag online gehen werde. Wann genau, wurde in dem Blog-Eintrag offen gelassen. Trotzdem verbreitete sich die Meldung am Montag in der Netzgemeinde wie ein Lauffeuer und der Ansturm auf die Fanpage von Notebooksbilliger.de war entsprechend groß. Am Wochenende verzeichnete die Seite laut Allfacebook.de noch etwa 30.000 Likes, am Montag freute sich das Team in einem Pinnwand-Eintrag schon über 40.000 Fans.

Der Ansturm war dann aber so groß, dass die Fan-Seite von Notebooksbilliger.de inzwischen (Dienstagnachmittag) über 100.000 Likes zählt. Das vermeintliche Hauptziel der Aktion, die Fan-Seite bekannter zu machen, war damit geglückt. Die Chance, ein Notebook zu ergattern, sank für jeden einzelnen User allerdings damit drastisch. Das erkannten viele Nutzer und forderten das Unternehmen noch am Montag dazu auf, sich von dem "First in, first serve"-Prinzip zu verabschieden.
Bei Notebooksbilliger.de kam man diesem Wunsch nach, wohl aber nicht nur, um den vielen Nutzern nicht vor den Kopf zu stoßen. Denn auch die Technik bereitete sorgen: „Die Anzahl der Anfragen pro Sekunde auf den Servern macht es den interessierten Kunden quasi unmöglich, eines der begehrten Geräte zu bekommen. So haben wir uns das nicht vorgestellt“, erklärten sich die Verantwortlichen am Dienstag in einem weiteren Blog-Eintrag. Außerdem war zu lesen, dass man mit gewaltigem Interesse gerechnet habe, „aber diese Masse an Zugriffen, diesen gewaltigen Ansturm hält kaum ein Server stand, egal welche Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden“.
Jetzt sollen die Touchpads nicht an die schnellsten Kunden verkauft werden, sondern alle Facebook-Fans eine Chance erhalten. Man arbeite derzeit an einer Verlosungsseite, auf der sich die Interessenten für die Geräte bewerben können. Diese wird dann 48 Stunden online sein, sodass auch jeder User sich eintragen kann. Aus dem Pool der Bewerber werden schließlich die 1300 "Gewinner" ausgewählt. Den ausgewählten Personen wird dann mitgeteilt, dass die ein HP-Touchpad käuflich erwerben können.
An dieser Vorgehensweise gibt es nun wiederum harsche Kritik von Usern, die am Dienstagvormittag auf den Start des angekündigten Verkaufs warteten. Sie machten sich Hoffnungen, eines der begehrten Geräte zu ergattern. Inzwischen sind schon fast 4000 Kommentare unter dem entsprechenden Pinnwand-Eintrag zu lesen. Viele User werfen dem Online-Shop Betrug vor, andere können die Vorgehensweise verstehen.
Anders als andere Unternehmen geht Notebooksbilliger.de bei Facebook auf die Kritik ein. So wurde am Dienstagmittag eine Stellungnahme veröffentlicht, in dem ein Mitarbeiter Verständnis für den Ärger, den die Aktion ausgelöst hat, zeigte. „Nicht verstehen kann ich die teilweise heftigen Reaktionen hier. Wir haben niemanden veräppelt. Es gibt die 1300 Geräte. Und wir wollten sie exklusiv an unsere Facebook-Fans verkaufen, statt z.B. einfach den Preis anzuheben und uns den Gewinn einzustecken“, heißt es in dem Schreiben weiter.
Wann die Verlosungsseite online geht, ist noch nicht bekannt. „Wir arbeiten mit Hochdruck an der Verlosungsseite und den Servern. Wir wollen eigentlich noch heute starten, aber es könnte unter Umständen bis Morgen dauern“, erklärte ein Mitarbeiter auf der Facebook-Pinnwand am Dienstag.

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