Metro und Facebook machen Musik

Die Metro-Tochtergesellschaft Media-Saturn startet an diesem Donnerstag mit Juke einen neuen Musik-Abo-Dienst im Web. Für 9,99 Euro pro Monat soll man so viel Musik anhören und runterladen können, wie man will, so das Handelsblatt. Auch Facebook soll neue Musik-Services in Vorbereitung haben. Das US-Blog Mashable berichtet von Kooperationen des Sozialen Netzwerks mit Musik-Diensten wie Spotify, MOG und Rdio, die bei der Facebook F8 Konferenz Ende September bekanntgegeben werden sollen.

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Laut Mashable will Facebook die Musik nicht auf eigenen Servern vorhalten, sondern die Streaming-Dienste der Kooperationspartner lediglich auf sein Website bequem zugänglich machen. Ähnliches könnte auch für Filme mit einer Kooperation mit dem DVD-Verleih und Online-Videodienst Netflix bevorstehen. Musik im Netz ist derzeit wieder ein heißes Thema. Die drei großen Player Apple, Google und Amazon haben eigene, Server-basierte Musikdienste entweder schon gestartet (Amazon) oder stehen kurz davor (Apple, Google).

Ein Facebook-Sprecher hat Mashable mittlerweile freilich mitgeteilt, dass es in der Sache “nichts Neues” zu berichten gebe. Man spreche ständig mit Partnern, um Einbindungen bei Facebook zu verbessern. Das muss nun nichts heißen – man wird abwarten müssen, was auf der F8-Konferenz am 22. September tatsächlich verkündet wird.

Wesentlich konkreter ist hierzulande das Vorhaben der Elektronik-Handelsketten Media Markt und Saturn. Die Media-Saturn-Holding (gehört wiederum zum Handelskonzern Metro) startet mit Juke einen Online-Abodienst für Musik namens Juke. Laut Handelsblatt (Donnerstagsausgabe) hat Media-Saturn Verträge mit großen Plattenfirmen wie Sony und Warner Music geschlossen, die Juke den Zugriff auf rund 13 Millionen Musiktitel ermöglichen. Lieder werden dabei nicht gekauft und heruntergeladen, sondern aus der “Cloud” (also von Internet-Servern) gestreamt. Wenn man einen Musiktitel in eine Playlist einsortiert, wird die Musik auch aufs eigene Handy oder den Computer runtergeladen und man kann das Stück ohne Internetverbindung hören. Kündigt man aber sein Juke-Abo, wird auch die heruntergeladene Musik entfernt – Digital Rights Management macht’s möglich.
Es gab bereits einige Versuche solcher Musik-Abos, denen bisher aber noch nicht der große Erfolg beschieden war. Man erinnere sich nur an Nokias unrühmlichen Versuch eines Musik-Flat-Dienstes namens "Comes with Music". Nutzer scheinen ihre Lieblingsmusik bisher zumindest noch “besitzen” zu wollen. Dieses Nutzerverhalten ist eine beträchtliche Hürde, die ein Dienst wie Juke vor dem Erfolg erst noch nehmen muss.

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