IFA 2011: Sony wagt den Neustart

Auf ein rabenschwarzes Frühjahr soll jetzt der zweite Frühling folgen: Nach den Datenpannen hat der japanische Elektronikkonzern Sony einen Neustart angekündigt. “Wir wurden überflutet, platt gemacht, gehackt und versengt", sagte Sony-Vorstandschef Howard Stringer im Vorfeld der Elektronikmesse IFA in Berlin. Das Unternemen blickt optimistisch nach vorn. Die Konzernstrategie sieht in einer Vereinigung mehrerer Produktpaletten unter einer Dachmarke den Schritt in den Tabletmarkt vor.

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Auf ein rabenschwarzes Frühjahr soll jetzt der zweite Frühling folgen: Nach den Datenpannen hat der japanische Elektronikkonzern Sony einen Neustart angekündigt. “Wir wurden überflutet, platt gemacht, gehackt und versengt", sagte Sony-Vorstandschef Howard Stringer im Vorfeld der Elektronikmesse IFA in Berlin. Das Unternemen blickt optimistisch nach vorn. Die Konzernstrategie sieht in einer Vereinigung mehrerer Produktpaletten unter einer Dachmarke den Schritt in den Tabletmarkt vor. 

Dafür will das Unternehmen für mehr Ordnung sorgen. Unter dem “Sony Entertainment Network” laufen künftig alle Elektronikprodukte und Content wie Musik, Videos und Bilder gemeinsam ein. Dabei setzt Sony auf sein Alleinstellungsmerkmal. “Es gibt Hardware-Hersteller und es gibt Filmstudios”, so Stringer gegenüber der dpa. Allerdings gebe es nur ein Unternehmen, das sowohl Unterhaltungselektronik als auch Hollywood-Filme produziert. Diese Stärke wolle man künftig vermehrt nutzen.

Erster Schritt der Umstrukturierung: Die Videodienste für die Bravia-Modelle und der Video-on-Demand-Dienst Qriocity laufen künftig unter einem Dach. “Music Unlimited” soll das Streaming von über zehn Millionen Songs ermöglichen und noch bis Ende des Jahres gelauncht werden.

Im April hatten Unbekannte die Sony-Netzwerke geknackt und verschafften sich Zugang auf mehr als 100 Millionen Datensätze. "Das PlayStation Network ist äußerst sicher und besser denn je", versicherte Stringer jetzt.

Auf der IFA präsentiert Sony außerdem zwei Tablets – die ersten Modelle des japanischen Konzerns. Bisher wurden die Geräte mit den vorläufigen Modellbezeichnungen S1 und S2 geführt. Man ist zuversichtlich: “Wir werden die Tablet-Welt auf ein neues Niveau bringen”, erklärte Stringer. Im September kommt ab einem Preis von 479 Euro das Sony Tablet S auf den Markt. Das 9,4 Zoll große Tablet verfügt interessanterweise über eine Infrarot-Schnittstelle, wodurch das Gerät auch als Fernbedienung für andere Sony-Geräte taugen soll.

Mitte November soll dann das Sony Tablet P folgen, das durch zwei 5,5 Zoll große Bildschirme für die Lektüre von eBooks taugen soll. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 599 Euro. Dieses Gerät sei “ganz und gar auf die mobile Kommunikation und Unterhaltung ausgerichtet”, hieß es auf der IFA. Beide Computer verfügen über einen Tegra-Mobilprozessor des Grafikchip-Spezialisten Nvidia und Mobilfunkunterstützung.

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