„Mobil-Angebote wichtigster Traffic-Treiber“

Euphorie pur: Von wegen schlechte Wirtschaftslage, Medienwandel oder Traffic-Einbrüche durch Googles Panda-Update. Wer mit dem KaufDa-CEO Christian Gaiser spricht, hat es mit einem Jung-Unternehmer zu tun, für den es scheinbar nicht besser laufen könnte. Er ist begeistert von seinem Investor, der Axel Springer AG, vom Wachstum seiner Apps und davon, dass sein Prospekte-Portal zu den Panda-Gewinnern gehört. Zudem hält es Gaiser für "Quatsch", dass KaufDa der Schrecken der Verlage sei.

Anzeige

Euphorie pur: Von wegen schlechte Wirtschaftslage, Medienwandel oder Traffic-Einbrüche durch Googles Panda-Update. Wer mit dem KaufDa-CEO Christian Gaiser spricht, hat es mit einem Jung-Unternehmer zu tun, für den es scheinbar nicht besser laufen könnte. Er ist begeistert von seinem Investor, der Axel Springer AG, vom Wachstum seiner Apps und davon, dass sein Prospekte-Portal zu den Panda-Gewinnern gehört. Zudem hält es Gaiser für "Quatsch", dass KaufDa der Schrecken der Verlage sei.
KaufDa wurde 2009 gegründet und zählt – nach eigenen Angaben – bereits mehr als 200 Großunternehmen zu seinen Kunden. Das Portal bietet Internetnutzern Zugriff auf Prospekte, Angebote und Öffnungszeiten von rund 200.000 deutschen Einzelhandelsgeschäften. Im März übernahm die Axel Springer AG das Berliner Start-up.

Herr Gaiser, Sie stehen am Flughafen von Chicago und bei Ihnen ist es gerade fünf Uhr morgens. Sind Sie überhaupt schon wach?

Klar. Wir geben bei KaufDa seit Monaten so viel Gas, dass ohnehin kaum noch Zeit zum Schlafen bleibt… (lacht)

Hat sich Ihr Arbeitsaufwand durch den Einstieg der Axel Springer AG derart gesteigert?
Eines kann ich jetzt schon sagen: Unsere Entscheidung für Axel Springer als Partner hat sich eindrucksvoll bestätigt und als goldrichtig erwiesen. Man darf nicht vergessen: Wir waren Anfang des Jahres mit vielen Medienhäusern im Gespräch.

Wie kann ein Medienhaus denn konkret beim Wachstum von KaufDa helfen?
In vielerlei Hinsicht, vor allem aber natürlich bei der Vermarktung. Hier hilft uns ein so großes und gut vernetztes Unternehmen mit einer Unit wie Axel Springer Media Impact und Handelsexperten wie Peter M. Müller immens. Wir arbeiten mittlerweile erfolgreich mit über 200 Groß- und mittelständischen Unternehmen zusammen.
Darüber hinaus hat sich durch den Einstieg von Axel Springer auch unsere öffentliche Wahrnehmung verändert. Wir konnten sehr schnell den Eindruck widerlegen, "der Schrecken der Verlage" zu sein. Und schließlich haben wir unser Mobil-Angebot nicht zuletzt durch das Digital-Know-How unseres Gesellschafters sehr schnell und effektiv ausgebaut.

Sind Sie denn nicht noch immer der Schrecken der Verlage?

Quatsch, wir sind doch nicht die digitale Bedrohung der gedruckten Anzeigenblätter. Wir sind die logische Konsequenz des Wandels im Media Mix. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Springer hat doch auch Anzeigenblätter und verdient mit den Werbebeilagen seiner großen Tageszeitungen viel Geld. Warum hat gerade ein solches Unternehmen in Ihr Angebot investiert?
Die Frage müssen Sie Axel Springer stellen. Ich persönlich finde jedoch den Ansatz, dass es besser ist, den Medienwandel aktiv mitzugestalten, ziemlich schlüssig und überzeugend..

Verdient denn Springer mit Ihnen bereits Geld?
Wir haben bereits vor dem Einstieg von Axel Springer profitabel gearbeitet.

Und das hat sich nicht geändert?
Das wäre weniger schön…

Wie hat sich denn der KaufDa-Traffic seit der Springer-Übernahme entwickelt?
Überragend: Die Gesamtreichweite im kaufDA-Netzwerk umfasst mittlerweile mehr als 12 Millionen Besucher.

Sind die Zahlen von der AGOF oder IVW gemessen?
Weder noch. Das geht technisch derzeit leider nicht, weil wir im Netzwerk bei Partnerseiten wie t-online.de oder meinestadt.de eingebunden sind. Aber allein der Traffic auf KaufDa.de, der von der AGOF ausgewiesen wird, liegt aktuell bei rund drei Millionen Besuchern.

Wie hoch sind die Steigerungsraten?

Vor einem Jahr erreichten wir über unser Netzwerk noch acht Millionen Unique User, heute sind es zwölf. Das eigentlich Erstaunliche ist aber, dass unsere Mobil-Angebote bereits heute unsere wichtigsten Traffic-Treiber sind. 35 Prozent unseres Umsatzes machen wir mittlerweile über mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets. Alleine der iPad-Anteil liegt im zweistelligen Bereich.

Leiden auch Sie unter dem Panda-Update von Google?
Nein, glücklicherweise überhaupt nicht, im Gegenteil. Wir gehören zu den Gewinnern des Updates. Seitdem Google die neuen Daten und Algorithmen aufgespielt hat, ist unser Traffic nochmal um 20 bis 30 Prozent gestiegen.

Welche Schritte sind die nächsten auf Ihrer Agenda?
Wir wollen zum einen unsere Marktführerschaft festigen und weiter ausbauen. Dann werden wir den Mobil-Sektor ausbauen und schon bald nicht mehr nur ein Angebot für klassische Prospekte sein. Hierzu führen wir gerade mit vielen Produzenten und Markenartiklern Gespräche, wie eine Zusammenarbeit mit KaufDa in Zukunft aussehen könnte. Lassen Sie sich überraschen.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige