Grotkamp dementiert Gerüchte um Nienhaus

Das Dementi folgte wenige Stunden später: Am Morgen hatte die Financial Times Deutschland noch berichtet, dass Petra Grotkamp nach ihrer geplanten Übernahme der Mehrheit an der WAZ Mediengruppe vorhätte, den Geschäftsführer Christian Nienhaus abzulösen. Das ließ die Frau des langjährigen Verlagschefs Günther Grotkamp nun dementieren. Stattdessen erklärte ihr Anwalt, Andreas Urban, dass sie "vollstes Vertrauen in Herrn Nienhaus habe" und seine Tätigkeit "außerordentlich" schätze.

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Weiter heißt es noch in der Erklärung: "Frau Grotkamp möchte auch in Zukunft erfolgreich mit Herrn Nienhaus zusammenarbeiten." Die FTD hatte berichtet, dass Grotkamp einen neuen Manager von außen bevorzugen würde.

Zur Zeit wird der Essener Konzern noch von einer Doppelspitze bestehend aus Bodo Hombach und Nienhaus geführt. Beide Geschäftsführer wurden jeweils von einer Familienholding entsannt, der Brost Verwaltungs-GmbH und der Funke-Familiengesellschaft, die bislang jeweils 50 Prozent an dem Verlag halten.

Petra Grotkamp, die bislang 16,7 Prozent an dem Unternehmen hält, gehört der Funke-Gruppe an. Sie hat ihren Mitgesellschaftern der Brost-Holding nun einen Betrag von 500 Millionen Euro für deren Hälfte des Zeitungskonzerns geboten. Laut Manager Magazin soll das Geschäft bereits in den nächsten vier bis acht Wochen abgewickelt werden. Es fehlt einzig noch die Zustimmung des Testamentvollstreckers der Brost-Enkel, Peter Heinemann. In einer ersten Stellungnahme kündigte er an, alles gründlich zu prüfen und "die testamentarische Verfügung des Erblassers und die Interessen der Enkel" abzuwägen.

Darüber hinaus berichtete die Financial Times Deutschland, dass Petra Grotkramp nach der Übernahme des Konzerns plane, dass sich das Unternehmen stärker auf sein deutsches Regionalzeitungsgeschäft konzentrieren solle. Dies wurde von ihrem Anwalt allerdings nicht dementiert.

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