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Ringier übernimmt Magazin Literaturen

Der Schweizer Verlag Ringier übernimmt die Zeitschrift Literaturen. Ab Oktober wird die Zeitschrift nicht mehr vom Friedrich Berlin Verlag herausgegeben. Von 2012 an erscheint Literaturen dann als "Magazin im Magazin" gemeinsam mit Cicero, teilte Ringier mit. Der geplante Zukauf des kleinen Magazins aus Berlin ergänzt das Portfolio von Cicero und dem Kunstmagazin Monopol gut. Mehr noch als die beiden Titel ist Literaturen ein Liebhaberstück. Statt Rendite zählt für Verleger Michael Ringier in Deutschland bisher der Intellekt.

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Unter dem Aktenzeichen B6-67/11 hat die Ringier Publishing GmbH die Übernahme am 23. August angemeldet. Deutschland-Geschäftsführer von Ringier ist Rudolf Spindler, ehemals Geschäftsführer des SZ-Magazins.

Literaturen erscheint seit mehr als zehn Jahren im Friedrich Berlin Verlag, der zur Klett-Gruppe gehört. Geschäftsführer ist Michael Merschmeier. Die Literaturkritikerin Sigrid Löffler gründete die Zeitschrift, schied aber 2008 nach Meinungsverschiedenheiten aus. In einem Interview warf Löffler dem Verlag nach ihrem Ausscheiden eine "Boulevardisierung" vor. Bei Friedrich Berlin erscheinen u.a. die Zeitschriften Theater Heute und Opernwelt. Der Verlag wolle sich künftig mehr um seine Kernkompetenz im Bereich der Darstellenden Kunst konzentrieren, heißt es in einer Mitteilung.

Die zuletzt bei der IVW gemeldete Auflage von Literaturen lag im Jahr 2007 bei 11.035 verkauften Exemplaren. Die Erscheinungsweise wurde 2008 von monatlicher auf zweimonatliche Frequenz umgestellt. Zuletzt hatte das Blatt einen durchaus respektablen Relaunch hingelegt.

Für die Redaktion der Literaturen werden weiterhin Frauke Meyer-Gosau und Ronald Düker verantwortlich tätig sein. "Ich bin mir sicher: Literaturen wird im Kontext von Cicero erfolgreich sein und für unsere Leser eine inhaltliche Bereicherung bieten", sagt Ringier-Chef Spindler.

Die Übernahme versteht sich noch vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamts. Aber das ist vermutlich nur eine Formalsache.  

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