Haniel will Media-Saturn möglicherweise doch verkaufen

Also jetzt doch? Seit Wochen wird immer wieder berichtet, dass Haniel, Großaktionär von Metro, dem wiederum 75 Prozent an Media-Saturn gehören, seine Beteiligung an Europas größtem Elektrokaufhaus verkaufen will. Stets wurden entsprechende Recherchen dementiert. Jetzt berichtet allerdings auch der Spiegel von entsprechenden Plänen. Nach Informationen des Nachrichten-Magazins wurde Anfang August „sehr ernsthaft“ diskutiert die Haniel-Anteile an die Media-Saturn-Gründer Erich Kellerhals und Leopold Stiefel oder einen Investor zu verkaufen.

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Die beiden Alteigentümer halten zusammen noch immer 25 Prozent an der Elektronikkette und verfügen zudem über eine Sperrminorität. Diese sorgt dafür, dass Metro-Chef Eckhard Cordes für alle wichtigen Entscheidungen, die Zustimmung der Gründer braucht. Dies ist auch einer der Gründe, warum die Umsetzung einer Online-Strategie so schwierig und langwierig ist.
Nach dem Media-Saturn über Jahre den rasant wachsenden Web-Markt ignorierte, entschlossen sich die Besitzer vor wenigen Wochen erst, ihre Netz-Passivität aufzugeben, um endlich in den E-Commerce einzusteigen. Deshalb wurde im Frühjahr der Online-Händler Redcoon.de gekauft. Metro-Chef Cordes geht die Netz-Expansion allerdings nicht schnell genug. Zudem versucht er seit Monaten die Sperrminorität von Kellerhals und Stiefel juristisch auszuhebeln. 

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