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„Jobs genügte eigenen Ansprüchen nicht“

Der Rücktritt von Steve Jobs als Apple-CEO bewegt nicht nur die Netzgemeinde. Viele Zeitungen titeln mit der Nachricht und lassen die Erfolge des Unternehmers Revue passieren. „Jobs hat den Rang eines Superstars“, beschreibt die FAZ. Doch das könne jetzt auch zum Nachteil für Apple werden, mutmaßt die SZ: „Ein guter Chef ist ein Teamplayer. Er sorgt auch dafür, dass es nach ihm weitergeht. Doch das hat Steve Jobs versäumt.“ Niemand bei Apple habe den Geist dieses Genies, resümiert die Washington Post.

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Spiegel Online, Matthias Kremp und Christian Stöcker: Kompromisslos bis zum Rücktritt: Steve Jobs, schon lange krank, konnte als Apple-Chef den eigenen Ansprüchen nicht mehr genügen. In den vergangenen 15 Jahren hat er sein Unternehmen zielstrebig zum wertvollsten IT-Konzern der Welt gemacht – weil er so besessen, getrieben und oft unausstehlich ist.
Stern.de, Ralf Sander: Chefs kommen und gehen in der Wirtschaftswelt, doch bei Apple ist alles anders. Kein anderer Businesslenker gilt so sehr als Herz und Hirn des gesamten Unternehmens wie Jobs. Aber ist bei Apple wirklich alles anders?

Focus.de: Steve Jobs gilt als Visionär, Workaholic und gnadenlos fordernder Chef. Mit dieser Mischung machte er Apple zum einflussreichsten Unternehmen der Tech-Branche.
Sueddeutsche.de, Varinia Bernau: Ein Konzern ist keine One-Man-Show. Ein guter Chef ist ein Teamplayer. Er sorgt auch dafür, dass es nach ihm weitergeht – das ist er Mitarbeitern, Aktionären und Investoren schuldig. Doch das hat Steve Jobs versäumt.
Welt.de, Thomas Heuzeroth: Was wird nun aus Apple? Kein Unternehmen steht so sehr im Schatten seines Chefs wie der iPhone-Hersteller. Nun muss Steve Jobs seine Funktion aufgeben, weil er krank ist. Alle Welt fragt sich: Kann das gut gehen? Und was ist Apple ohne Jobs? Die Antwort: Es kann gut gehen. Und Apple ist mehr als nur sein Chef.

Faz.net, Roland Linder: Das Bild von Apple nach außen hin dürfte sich ändern und ohne Jobs um einiges weniger glamourös werden. Jobs hat den Rang eines Superstars, seine Auftritte bei den Vorstellungen neuer Produkte waren wie Popkonzerte und ein wesentliches Element für den Sex-Appeal von Apple.
Taz.de, Falk Lüke: Der Rückzug auf Raten des Apple-Vorstandschefs Steve Jobs erinnert an das Abtreten eines Popstars. Nicht von ungefähr: Steven Paul Jobs konnte als Konzernchef Millionen Menschen begeistern. Der charismatische, teils auch als exzentrisch geltende Jobs ist das Synonym für den Erfolg der Firma und den Siegeszug seiner Produkte.

New York Times, David Pogue: Steve Jobs hat fast im Alleingang eine bemerkenswerte Anzahl von Branchen umgekrempelt: die Musik-, Fernseh-, Film-, Software-, Handy- und Cloud-Computing-Industrie. Die von ihm eingeführten Produkte lesen sich wie eine Top-10- oder sogar Top-50-Liste der weltweit erfolgreichsten Erfindungen.
Washington Post, Cecilia Kang und Hayley Tsukayama: Die Männer an der Apple-Spitze gehören zu den besten ihres Faches. Aber keiner hat den Geist eines Genies wie Steve Jobs.
Techcrunch, Saul Hansell: Wir alle kennen nette und clevere Menschen. Wir haben auch einen ganzen Haufen von Firmenchefs gesehen, die diese Fähigkeiten kombinieren. Aber es ist schwierig, sich jemanden wie Steve Jobs vorzustellen, der den schieren Willen, das Selbstbewusstsein, die Vision und den Perfektionismus mitbrachte, um so mächtige Technologien zu entwickeln.

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