Steve Jobs tritt als Apple-CEO zurück

Apple-Gründer Steve Jobs ist nach 14 Jahren an der Spitze des inzwischen wertvollsten Technologiekonzerns der Welt zurückgetreten. Wie Jobs in einem offenen Brief an den Verwaltungsrat und die Belegschaft mitteilte, wäre der Tag gekommen, an dem er sein Amt als Vorstandschef nicht mehr erfüllen könne. Zum neuen CEO steigt Interims-Chef Tim Cook auf, der das operative Geschäft bei Apple seit Januar leitete. Jobs soll an die Spitze des Aufsichtsrats wechseln.

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Steve Jobs hatte 2004 eine Bauchspeicheldrüsen-Krebserkrankung, von der er sich wundersam erholte. Der heute 56-Jährige musste sich 2009 als Folge einer Leber-Transplantation unterziehen, von der er nach halbjähriger Auszeit ebenfalls zurückkehrte. Anfang 2011 verabschiedete sich Jobs erneut in eine krankheitsbedingte Auszeit.   

Seit heute Nacht ist klar, dass es keine Rückkehr gibt – zumindest nicht als Vorstandsvorsitzender. In einem offenen Brief an den Aufsichtsrat und die Apple-Gemeinde schrieb Steve Jobs: "Ich habe immer gesagt, wenn jemals der Tag kommt, an dem ich meine Aufgaben und Erwartungen als CEO nicht länger erfüllen kann, werde ich Sie es als erster wissen lassen. Leider ist dieser Tag gekommen."

Kronprinz Tim Cook übernimmt
Tim Cook, seit 1998 bei Apple beschäftigt ist, wird neuer CEO von Apple, so der Aufsichtsrat denn zustimmt. Das dürfte eine Formsache sein, zumal der 50-Jährige seit langer Zeit als Jobs’ Kronprinz galt. Bei den krankheitsbedingten Auszeiten 2004 und 2009 vertrat Cook Jobs zuvor erfolgreich. Folgerichtig übernahm der frühere IBM-Manager auch im Januar 2011 die Führung bei Apple, als Jobs erneut eine Auszeit antrat.

In seinem offenen Schreiben erklärte Jobs zugleich, er werde an die Spitze des Aufsichtsrats wechseln und Apple weiter als Mitarbeiter erhalten bleiben. Die genauen Hintergründe für seinen Rücktritt benannte Jobs nicht. Angesichts der Krankengeschichte des angeschlagenen Apple-Gründers erscheinen sie allerdings nur allzu offenkundig. Aktionäre reagierten prompt: Die Apple-Aktie verlor nachbörslich fünf Prozent oder 19 Dollar auf 357 Dollar.

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