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Zeitschriften: Abo-Umsätze rückläufig

Die deutschen Publikumszeitschriften verdienen weniger Geld mit Abos als vor einem Jahr. Das ist eines der Ergebnisse der regelmäßig vom Fachmagazin der neue vertrieb durchgeführten Auswertung der Abo-Umsätze. Demnach haben mehr als zwei Drittel der Top-100-Titel beim Umsatz verloren. Die Gewinner legten vor allem durch Preissteigerungen zu, denn mehr Abonnenten als vor einem Jahr hatten nicht einmal 20 der 100 Magazine. Nummer 1 des Rankings bleibt Der Spiegel.

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Das Hamburger Nachrichtenmagazin setzte laut der Rechnung des neuen vertriebs, der die IVW-Abo-Auflage mit dem aktuellen Abo-Preis multipliziert, 45,558 Mio. Euro um – ein Plus von 2,1%. Zwar ging die Abonnentenzahl gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 um 9.039 zurück, doch eine Preissteigerung von 94,90 Euro auf 98,80 Euro glich die geringere Kundenzahl mehr als aus. Mehr Abonnenten als noch vor einem Jahr verzeichnete unter den 20 umsatzstärksten Zeitschriften nur Springers TV Digital. Zusammen mit einem leicht höheren Abo-Preis kam dadurch ein Plus von 9,8% zustande.

Umsatz gewonnen haben innerhalb der Top 20 zudem die Hörzu, die Wirtschaftswoche und die Funk Uhr. Bei den beiden Springer-Programmies haben diese Zuwächse aber ausschließlich mit einer Berechnungsänderung zu tun. So rechnet der neue vertrieb ab sofort auch die Portokosten mit ein, die der Verlag bei den beiden Zeitschriften ab dem zweiten Abojahr zusätzlich verlangt. Dadurch ergibt sich in der Rechnung ein deutlich höherer Preis und damit ein zweistelliges Plus. Die Wirtschaftswoche hat hingegen tatsächlich mehr Geld mit Abos umgesetzt – dank eines 6 Euro teureren Preises.

Größte Verlierer innerhalb der Top 20 sind die Traditionstitel Reader’s Digest (-8,8%), TV Hören und Sehen (-8,1%), Auto Motor und Sport (-6,8%), Geo (-6,2%) und Fernsehwoche (-6,1%).

Abseits der Top 20 gibt es noch viel größere Verlierer. So gingen der Gala wegen 8.666 weniger Abonnenten 16,0% des Abo-Umsatzes verloren, die Glücks-Revue büßte 15,2% ein, Frau aktuell 14,9%, Spielen und Lernen 14,8% und Eltern 13,5%.

Größter prozentualer Gewinner ist erneut die Landlust, die sich um 24,8%, bzw. 0,695 Mio. Euro auf 3,495 Mio. Euro verbesserte und damit von Rang 46 auf 31 des dnv-Rankings kletterte. Ebenfalls deutlich zulegen konnten noch die Bild der Frau (+19,5%) und Psychologie Heute (+10,8%).

Die komplette Top 100 finden Sie in der aktuellen Ausgabe 16/2011 des Magazins der neue vertrieb.

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