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Facebook warnt Raser vor Radarfallen

Nach den Fahrkartenkontrolleuren nimmt sich die Facebook-Community jetzt Polizeikontrollen vor: In regionalen Gruppen warnen sich die Mitglieder nun gegenseitig vor Blitzern und Straßensperren. So heißt es beispielsweise in "Polizeikontrollen Hamburg": "13:00 / Kreuzung Bremer Straße Höhe Dehner scheinbar Polizei-Großkontrolle drei Streifenwagen und ein Transporter!". Das Erstaunliche: Die Polizei der Hansestadt stört sich nicht an dem Facebook-Frühwarn-System.

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Gegenüber MEEDIA sagte ein Sprecher der Polizei, dass ihr Anliegen die Verkehrssicherheit sei und nicht das Abzocken von Autofahrern, deshalb habe sie auch nichts gegen solche Facebook-Gruppen. Nach Meinung der Ordnungshüter sorgen also auch die Statusmeldungen bei Facebook dafür, dass an den entsprechenden Stellen langsamer gefahren wird."

Die Hamburger Gruppe wächst gerade massiv. Am Freitag hatte die Seite noch rund 7.000 Freunde. Vier Tage später sind es bereits über 11.000. Das Motto des Angebotes lautet: "Seid ein wahrer Freund und Helfer – Postet mobile Blitzer & Großkontrollen in Hamburg und Umgebung."

Dieselbe Beschreibung hat auch die Berliner-Gruppe, doch in der Hauptstadt machen bislang nur 260 Personen mit. Noch bescheidener ist der Andrang in München. Die Gruppe für die bayerische Metropole hat lediglich 20 Mitglieder.

Die Polizei geht mit dem Frühwarnsystem via Facebook viel entspannter um als die Verkehrsbetriebe. So hatte der Hamburger Verkehrs Verein (HVV) die entsprechende Gruppe, in der vor Fahrtenkontrolleuren gewarnt wird, gerade als "modernes Schmarotzertum" bezeichnet. Eine rechtliche Handhabe gegen die Facebook-Gruppe haben die Verkehrsbetriebe – genauso wie die Polizei – jedoch nicht.

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