Anzeigenstatistik: BamS zurück auf Platz 1

Führungswechsel in der Nielsen-Anzeigenstatistik der Publikumszeitschriften. Erstmals seit April hat sich Springers Bild am Sonntag Rang 1 wieder vom stern zurück geholt. 77,53 Mio. setzte die BamS in den ersten sieben Monaten 2011 brutto mit Werbung um, der stern kam auf 77,30 Mio. Deutlich besser als zuletzt sieht es nun für den Spiegel aus, größter Gewinner ist derzeit aber der Frauen-Titel Glamour, der sich gegenüber 2010 um mehr als 6 Mio. Euro verbesserte. Absteiger bleiben Sport Bild und Focus.

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Der Spiegel bleibt mit 67,90 Mio. Euro zwar relativ klar hinter BamS und stern auf Platz 3, doch nach Ablauf des Junis lag das Magazin noch im Minus, nun bei einem Plus von 3,0% gegenüber 2011. Die einzigen vier Verlierer auf den ersten 25 Plätzen des Nielsen-Rankings heißen Brigitte, Focus, Bunte und TV Movie. Die Bunte drehte dabei gegenüber dem Juni ins Minus, die Bild der Frau verließ hingegen wie Der Spiegel die roten Umsatzvergleichs-Zahlen.

Größte prozentuale Aufsteiger der ersten Hälfte unserer Top-50-Tabelle sind weiterhin Glamour (+33,2%), TV 14 (+20,0%) und InStyle (+19,0%). Nach dem Juni waren die Zuwächse der drei Titel allerdings noch größer, der Juli hat sie etwas nach unten gedrückt. Insgesamt überwiegen die Gewinner nicht nur in der Top 25, sondern auch im Komplett-Ranking der fast 500 von Nielsen ausgewerteten Publikumszeitschriften. 253 Titel verbesserten sich gegenüber 2010, 175 gelang das nicht, 70 sind neu dabei.

Auch in der zweiten Hälfte der Top 50 finden sich nur noch vier Verlierer: Der Sport Bild gingen offenbar die Umsätze aus dem WM-Jahr 2010 verloren, die Apotheken Umschau A, Lisa und Focus Money liegen ebenfalls unter den Vorjahres-Zahlen. Nicht mehr zu den Verlierern gehört nun das Supplement rtv Ost, dass dank positiver Juli-Zahlen diese Zone verließ. Besonders deutlich nach oben ging es hingegen für das Zeitmagazin (+17,9%), Schöner Wohnen (+13,3%) und die Computerwoche (+13,0%), neu dabei ist als kräftigster Rookie das Magazin Grazia auf Platz 43.

In die Gewinner-Top-Ten hat es allerdings keiner der Titel der Ränge 26 bis 50 geschafft, hier finden sich nur Zeitschriften aus der ersten Hälfte der Top 50. Den größten Euro-Sprung machte dabei Glamour, dahinter folgen Auto Bild und InStyle. Weiterhin dominieren Magazine für Frauen die Liste: Neben Glamour und InStyle sprangen auch Vogue, Elle und Gala in die Top Ten. Daneben ist aber auch das Auto-Segment stark vertreten: mit Auto Bild, auto motor und sport, sowie der ADAC Motorwelt.

Unter den zehn Verlierern findet sich hingegen kein Segment überdurchschnittlich oft. Zwei Computermagazine (PC Welt und com!) sind dabei, zwei Frauenzeitschriften (Lisa und Brigitte), doch die ersten drei Plätzen nehmen Sport Bild, Focus und house and more ein.

Wie immer muss an dieser Stelle noch erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Titel und den Werbedruck sind sie dennoch.

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