So viel kassieren „Die Alm“-Stars

Es gleicht einem alten Ritual: Wer als Promi bei einer Reality-Show mitmacht, muss einen Knebelvertrag unterschreiben. So auch die acht Teilnehmer von "Die Alm – Promischweiß und Edelweiß": Wie Bild enthüllt hat, verpflichten sich die Kandidaten dazu, sich auf dem Bauernhof zu jeder Tages- und Nachtzeit und auch beim Schlafen filmen zu lassen. Doch das Engagement lohnt sich: "Alm"-Stars kassieren zwischen 20.000 und 70.000 Euro für eine Woche, abgeschottet von Luxus und Glamour.

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14 Seiten umfasst der Vertrag der Produktionsfirma Redseven Entertainment GmbH. Darin heißt es, die Gage wird nicht auf einen Schlag, sondern in zwei Raten bezahlt. In Paragraf 2 steht zudem, der Mitwirkende "ist damit einverstanden, dass er während des Produktionszeitraumes auch in für ihn unangenehmen Situationen mit der Kamera begleitet werden kann". Daraus ergebe sich, dass ggf. auch solche Aufnahmen entstehen, "die den Mitwirkenden in einer ihm selbst nicht gefallenden Art und Weise präsentieren", zitiert Bild.de. Wer damit nicht einverstanden ist und aussteigt, bekommt ein geringeres Honorar.
Den Teilnehmern wird sogar vorgeschrieben, welche Kleidung sie zu tragen haben. Für die Dauer der Produktion bekommen sie "die erforderliche und der damaligen Zeit entsprechende Kleidung (inkl. Unterkleidung, Badekleidung etc.) gestellt. Den Mitwirkenden ist es nicht gestattet, (…) eigene Kleidung zu tragen." Verstößt jemand gegen diese Vorschriften oder plaudert in der Öffentlichkeit unerlaubt über Produktions-Interna, wird eine Vertragsstrafe von 3.000 Euro fällig.
Auch andere Reality-Shows legen ihren Teilnehmern Knebelverträge vor. Das RTL-Dschungelcamp beispielsweise bezahlt seine Darsteller in vier Raten, und voll ausbezahlt werden die Raten nur an diejenigen, die nicht zu früh den Satz "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!" sagen und somit aus dem Camp abreisen. Ansonsten verzichten die Kandidaten auf die Hälfte ihrer Gage. Wer gegenüber einem anderen Medium als RTL über das Dschungelcamp spricht, bekommt zudem eine Vertragsstrafe von 30.000 Euro aufgebrummt. Der sogenannte "Mitwirkendenvertrag" regelt sogar, wo die Kandidaten aufs Klo gehen dürfen: "Ausschließlich die Camptoilette benutzen", hieß es in dem 22 Seiten starken Dokument zur Ausstrahlung der vergangenen Staffel.

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