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LinkedIn überrascht mit Quartalsgewinn

Von wegen Verluste: Das Online-Business-Netzwerk LinkedIn, das zu seinem Börsengang im Mai noch vor Verlusten im laufenden Jahr gewarnt hatte, erreicht schneller als erwartet die schwarzen Zahlen. 4,5 Millionen Dollar verdiente der amerikanische Xing-Rivale im abgelaufenen zweiten Quartal und stellte auch für das Gesamtjahr ein sattes Plus in Aussicht. Umsätze und Nutzerzahlen explodierten förmlich. Und das tat auch die Aktie nach Handelsschluss.

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Von wegen Verluste: Das Online-Business-Netzwerk LinkedIn, das zu seinem Börsengang im Mai noch vor Verlusten im laufenden Jahr gewarnt hatte,  erreicht schneller als erwartet die schwarzen Zahlen. 4,5 Millionen Dollar verdiente der amerikanische Xing-Rivale im abgelaufenen zweiten Quartal und stellte auch für das Gesamtjahr ein sattes Plus in Aussicht. Umsätze und Nutzerzahlen explodierten förmlich. Und das tat auch die Aktie nach Handelsschluss.

Es geht dann doch alles schneller als gedacht: Als wollte LinkedIn den Höhenrausch der Aktie seit dem furiosen Börsengang im Mai rechtfertigen, konnten auch die nach Handelsschluss an der Wall Street veröffentlichten Quartalszahlen beeindrucken. Nach jeder Lesart konnte der Börsenneuling die Analystenprognosen überbieten.

Während die Konsensschätzungen bei einem Verlust von 3 Cent je Aktie und Umsätzen von 105 Millionen Dollar lagen, präsentierte LinkedIn tatsächlich einen überraschenden Gewinn von 10 Cent je Anteilsschein oder 4,5 Millionen Dollar bei Erlösen von 121 Millionen Dollar. Die Umsätze explodierten damit um beachtliche 120 Prozent.

LinkedIn-Aktie steigt nachbörslich – und ist weiter sehr ambitioniert bewertet

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68 Prozent der Erlöse wurden in den USA erzielt, 32 Prozent im Ausland. Die Mitgliederzahlen zogen im zweiten Quartal ebenfalls beachtlich stark an: LinkedIn verfügte per Ende Juni über 116 Millionen registrierte Nutzer und 82 Millionen monatliche Nutzer.

"Im zweiten Quartal konnten wir Rekordnutzerzahlen und –seitenabrufe ausweisen und unsere Umsatzentwicklung beschleunigen", freute sich CEO Jeff Weiner. Und die Börse mit ihm: Die LinkedIn-Aktie, die im panikartigen Ausverkaufs des Handelstages um zehn Prozent an Wert eingebüßt hatte, konnte nach Handelsschluss wieder fünf Prozent auf genau 100 Dollar zurückgewinnen.

Mit Vorlage der Quartalsbilanz ist LinkedIn nun auch endlich nach klassischer Börsen-Arithmetik bewertbar. Und kommt trotz der erwarteten Gewinnentwicklung auf eine Mond-Bewertung: Bei einem erwarteten Ebitda von 70 Millionen Dollar in 2011 wechselt LinkedIn angesichts einer aktuellen Börsenbewertung von rund 9 Milliarden Dollar für ein KGV von 130 den Besitzer – und ist damit immer noch sehr, sehr ambitioniert bewertet. Zum Vergleich: Xing kommt in diesen Tagen auf ein KGV von 30.

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