Wurde Wahl beim Deutschlandradio zum Politikum?

Bei der Ernennung des neuen Deutschlandradio-Programmdirektors Andreas-Peter Weber soll es nach Informationen des Kölner Stadt-Anzeigers nicht ohne politische Einflussnahme zugegangen sein. Die Tageszeitung berichtet, dass Intendant Willi Steul eine Kandidatenliste aus der Politik zugegangen sei, wonach sein Wunschkandidat nicht durch den Verwaltungsrat akzeptiert worden wäre.

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Bei der Wahl hat der Intendant das alleinige Vorschlagsrecht, benötigt aber die Zustimmung des Verwaltungsrates. Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, dass der sozialdemokratische Deutsche Welle-Programmdirektor Christian Gramsch Steuls Wunschkandidat gewesen wäre. Steul verzichtetet aber darauf, Gramsch vorzuschlagen, weil ihm offenbar durch den Verwaltungsrat signalisiert wurde, dass er keine Zustimmung erhalten würde. Das Deutschlandradio dementierte dies. Der Vorschlag, Weber zu engagieren, sei allein durch den Intendanten erfolgt.
Der Leiter der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, Martin Stadlmaier, wird als treibende Kraft genannt, die die Gramsch-Verpflichtung verhinderte. Stadlmaier ist auch derjenige, der beim Bundesverfassungsgericht einen Normenkontrollantrag einreichte, um die Staatsferne beim ZDF untersuchen zu lassen.

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