NYTimes: Paywall offenbar ein Erfolg

Als die renommierte aber von Finanz- und Anzeigenkrise gebeutelte New York Times im März 2011 vor ihrer Webseite eine Paywall errichtete, galt das für die Newsbranche als so etwas wie ein Lackmustest für die Zahlungsbereitschaft von Internet-Usern. Und allen Unkenrufen zum Trotz verkündet Geschäftsführerin Janet L. Robinson nun einen ersten Erfolg. Momentan hat die Times rund 281.000 Digital-Abonnenten, im Vergleich zu 800.000 verkauften Zeitungen pro Tag.

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Wie die Geschäftsführerin der New York Times, Janet L. Robinson, bei der Verkündung der Zahlen für das zweite Quartal 2011 erklärt, sei es ein über die Maßen erfolgreiches Quartal für den angeschlagenen Verlag gewesen:

"Das zweite Quartal war historisch für unser Unternehmen. Wir haben erfolgreich das New York Times Digital-Abonnement gestartet und beobachten einen ersten Effekt auf unsere finanzielle Situation. Die positive Reaktion der User auf unsere Digital-Abos ist für uns ein klares Anzeichen dafür, welchen Wert unsere User hochqualitativen Nachrichten, Analysen und Kommentare beimessen."

Zum Hintergrund: Derzeit lässt sich das digitale Abo für 99 Cent für vier Wochen testen. 20 Artikel sind pro Monat frei zugänglich. Ab dem 21. Artikel muss der User zahlen: 15 Dollar im Monat für den Zugang zur Webseite inklusive Smartphone-App, 20 Dollar für das Paket mit Tablet-App, 35 Dollar für den vollen digitalen Zugang auf allen Endgeräten.

Gegenwärtig nutzen 281.000 Digital-Abonnenten diesen Service. Von diesen würden wiederum 57.000 die digitale New York Times via eReader, wie den Kindle von Amazon, konsumieren. Dem gegenüber stehen rund 800.000 Abonnenten des gedruckten Blattes. Auf Basis des anhaltenden Erfolgs plane man noch diesen Herbst den Start einer Paywall für den Herald Tribune. Die Staffelung der Abo-Pakete soll übernommen werden, so Robinson.

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