Ansturm legt Lebensmittelklarheit.de lahm

Seit dem heutigen Mittwoch haben aufmerksame Verbraucher eine neue Anlaufstelle für Beschwerden von irreführenden Lebensmittelkennzeichnungen: Die Verbraucherzentrale Hessen und die Verbraucherzentrale Bundesverband haben die Webseite Lebensmittelklarheit.de gelauncht. Aufgrund des großen Andrangs von 20.000 Anfragen pro Sekunde brach das Portal kurz nach dem Start zusammen. Ute Bitter, Sprecherin der Verbraucherzentrale Hessen, sprach gegenüber dapd von einem "echten Überlastungsproblem".

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Das Portal solle schnellstmöglich stabilisiert werden, so Bitter weiter.
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner und die Verbraucherzentralen hatten am Vormittag den Startschuss für die Webseite gegeben. Verbraucher werden darauf dazu aufgerufen, sogenannte "Mogelpackungen" zu melden. Eine Fachredaktion prüft dann die anonym gestellten Fragen zu Aufmachung und Kennzeichnung der Lebensmitteilung und leitet den Fall bei eindeutigen Rechtsverstößen an die Lebensmittelüberwachung weiter. Für den Start wurden rund 20 Produktbeispiele online gestellt. In regelmäßigen Abständen sollen Chats zu wechselnden Themen angeboten werden.
Begleitend zum Internetportal wird es zudem Marktuntersuchungen und Verbraucherbefragungen geben, um die Repräsentativität der im Internet gewonnenen Erkenntnisse zu überprüfen, kündigten die Initiatoren an.
Bereits zum Start wurde Kritik an dem Projekt laut. Industrie und FDP hatten die Webseite als "Internet-Pranger" bezeichnet. Aigner wies dies zurück. "Wir fördern den Dialog, das ist das Gegenteil von Pranger", wird die Bundesverbraucherministerin zitiert. Ihr Ministerium fördert das Portal mit 775.000 Euro im Zeitraum von zwei Jahren.

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