Hacker-Angriff: Sun meldet Tod von Murdoch

Hacker haben am Montagabend die Webseite der britischen Boulevardzeitung The Sun gehackt, die zu Rupert Murdochs Medienimperium News Corp. gehört. Damit nicht genug: Sie verkündeten kurzerhand in einem Fake-Artikel den Tod des Verlegers. Die Leiche des “Medienmoguls” sei in seinem Garten gefunden worden, hieß es weiter. Als Beweis für den gelungenen Hack platzierten sie auf der Webseite einen Comic. Außerdem veröffentlichten die Hacker Passwörter und Telefonnummern wichtiger Sun-Mitarbeiter.

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Dort bekannte man sich verantwortlich für den Hack und feierte den "Murdoch Meltdown Monday". Weiter hieß es dort: "Wir haben es Sun/News of the World gezeigt". Die Hacker erklärten, dass bei dem Angriff auch interne Log-ins von Sun-Mitarbeitern entwendet worden wären. Dazu gehören unter anderem der E-Mail-Login der ehemaligen Verlagschefin Rebekah Brooks sowie die Webzugänge und Telefonnummer wichtiger Mitarbeiter der Sun.

In einem Tweet hieß es "Hi Rupert! Viel Spaß morgen im Parlament." Der Medienunternehmer muss sich heute vor dem Parlament verantworten. Die Abgeordneten wollen vom Chef eines der größten Medienunternehmen der Welt wissen, was und wie viel er von den illegalen Abhörpraktiken seiner britischen Zeitungen gewusst hat.

Ebenfalls vorgeladen sind Murdochs Sohn James und die frühere Chefin der News-International-Titel Rebekah Brooks. Die Hacker kündigten weitere Attacken in den kommenden Tagen an. Lulz Security hatte schon mit großen Erfolg die Webseiten von Unternehmen wie Sony attackiert. Auch die Seite des US-Senats wurde gehackt.

Am späten Abend waren dann auch die Webseiten der anderen britischen Murdoch-Zeitungen The Times und News International nicht mehr erreichbar. Lulz Security erklärte via Twitter, auch hierfür verantwortlich zu sein.

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