Felix Magath will kein Facebook-Trottel sein

Im Februar startete Felix Magath als Schalke-Coach seine Fanpage bei Facebook, im März setzte er seine Postings als Neu-Wolfsburger fort. Nach der turbulenten Saison hat Magath seine treuen Facebook-Fans nicht vergessen – und lädt sie nun zum Facebook-Treffen nach Kärnten ein. Für das Treffen mit ihrem Idol müssen sich seine Fans aber erst bewerben. Magath will kein "Facebook Trottel" sein und das Happening nicht zu einer unkontrollierten Facebook-Party ausarten lassen.

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Es war nicht die leichteste Saison für Felix Magath. Als Meistermacher nach Schalke geholt, versagte die Millionen-Truppe im zweiten Jahr seiner Amtszeit furious in der Bundesliga, obwohl in der Champions League und DFB-Pokal große Erfolge zu verzeichnen waren – die Stimmung im Vorstand kippte. 

Doch der Vollblutprofi Magath erkannte die Lage und versuchte, einen Teil der Öffentlichkeit über einen Kommunikationscoup für sich zu gewinnen, für den PR-Agenturen Beifall klatschen würden – plötzlich war der Schalke-Coach bei Facebook! "Fußball! Da kann ja jeder mitreden, da ist ja immer was los, da wird viel diskutiert – auch in den neuen Medien", lauten Magath erste Worte beim weltgrößten Social Network mittels Videobotschaft – etwas hölzern zwar, aber der 57-Jährige wurden von seinen neuen virtuellen Freunden nur so überrannt.

Kommunikator Magath: "Es wird mal wieder Zeit, dass wir uns austauschen"

Der Boom hielt selbst an, als Magath wenig später im März gefeuert wurde, dann aber schon einen Tag später einen neuen Trainer-Job gefunden hatte – an alter Wirkungsstätte in Wolfsburg! Nicht weniger spektakulär verlief dann auch die Rettung des Deutschen Meisters von 2009 – erst in den letzten Minuten des letzten Spieltags entkam Wolfsburg den Abstiegsrängen.

Es gibt also vor dem Anpfiff der neuen Saison jede Menge Gesprächsbedarf. Das sieht auch Magath so – und regt deswegen einen Dialog mit seinen Fans an: „Es wird mal wieder Zeit, dass wir uns austauschen – am besten persönlich!“ schreibt Magath in seinem jüngsten Posting gestern Nacht.

"Natürlich keine riesige ‚Facebook-Party‘ veranstalten"

Nur Austausch auf Facebook ist Magath jedoch wohl inzwischen etwas zu langweilig geworden. Deswegen hat sich der Wolfsburg-Coach einen echten Facebook-Scoop ausgedacht: Er würde seine virtuellen Freeunde einmal persönlich kennenlernen: „Gerne würde ich einige meiner über 200.000 facebook-Freunde einmal treffen und mit ihnen über die kommende Bundesliga-Saison und andere Themen sprechen“, postete Magath gestern aus dem Trainingslager.
„Wer zufällig in Kärnten/Österreich ist und Anfang der Woche Zeit & Lust hat – vielleicht für eine kurze Radtour – kann sich hier melden.“ Im Zeitalter der Facebook-Parties weiß der mehrfache Meistercoach jedoch, dass so eine ungewöhnliche Einladung schnell zur Massenparty werden kann. Zuletzt tappte die CDU aus Hasloh mit einer öffentlichen Party-Einladung in die Facebook-Falle – tausende Spaßvögel meldeten sich über das Social Network an und drohten die Feier zu sprengen. Die Provinz-Politiker wurden von der Hamburger Morgenpost als die "Facebook-Trottel von der CDU" verulkt. 

Aber ein Felix Magath will kein "Facebook-Trottel" sein. Deswegen muss sich der geneigte Magath-Fan um das Treffen bewerben:  „Natürlich wollen wir keine riesige „Facebook-Party“ veranstalten, sondern in einem überschaubaren Kreis auch die Gelegenheit für nette Gespräche und persönliches Kennenlernen haben. Deshalb unten bitte kurz die wichtigsten Daten eintragen – vor allem wie man Euch erreichen kann, damit wir Treffpunkt und Zeit mit Euch abstimmen können.“ Teilnahmeschluss ist Montag, der 18. Juli 2011, 11:59 Uhr. Man muss kein Prophet sein: Dieses Posting dürfte dürfte seinen Fans wohl bisher am besten gefallen.

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