Fehlstart für das „Social-Medien-Ranking“

Gute Idee, miserable Umsetzung. So lässt sich wohl der Start des neuen "Social-Medien-Rankings" des Online-Magazins V.i.s.d.P. zusammenfassen. Aus Daten der österreichischen Agentur Super-Fi wollte das Magazin ermitteln, welche deutschen Medien erfolgreich bei Twitter und Facebook sind. Problem: V.i.s.d.P. vergaß schon auf den ersten Plätzen zahlreiche Medien und begang weitere Fehler. Konsequenz: Das Magazin ist die Pixel nicht wert, auf denen es layoutet wurde und muss wohl komplett neu produziert werden.

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Gute Idee, miserable Umsetzung. So lässt sich wohl der Start der neuen "Social-Medien-Charts" des Online-Magazins V.i.s.d.P. zusammenfassen. Aus Daten der österreichischen Agentur Super-Fi wollte das Magazin zeigen, welche deutschen Medien erfolgreich bei Twitter und Facebook sind. Problem: V.i.s.d.P. vergaß schon auf den ersten Plätzen zahlreiche Medien und begang weitere Fehler. Konsequenz: Das Magazin ist die Pixel nicht wert, auf denen es layoutet wurde und muss wohl komplett neu produziert werden.

ProSieben vor N24, Galileo und Bild – so lasen sich die Spitzenplätze des "Social-Medien-Rankings" in dem Online-Magazin, als es am Freitagmorgen veröffentlicht wurde. Schon ein 5 Minuten langer Blick auf die Originaldaten der österreichischen Agentur Super-Fi reichte aber aus, um zu sehen, dass da etwas nicht stimmen konnte. V.i.s.d.P. hatte offenbar Medien wie MTV und Viva vergessen, die hinter ProSieben und N24 die Plätze 3 und 5 hätten belegen müssen – und nahm zudem auch Medien wie Titanic, stern, Radio Fritz und DMAX nicht mit in die Liste auf – alle hätten sich ansonsten in der Top 20 befunden.

Per Twitter mit den Fehlern konfrontiert antworteten die Magazin-Macher "hm, müssen wir alles klären. Danke für die Hinweise." Die Fehler betrafen wohlgemerkt allesamt die ersten 20 Plätze, es ist also nicht auszuschließen, dass dahinter noch zahlreiche weitere Unkorrektheiten zu finden sind. Auf der dazu gehörenden Website sind die erwähnten Fehler inzwischen korrigiert, doch im fertig layouteten Magazin noch nicht. Das muss nun wohl komplett neu produziert werden.

Die gute Idee des Rankings wurde damit gleich zum Start miserabel umgesetzt. Dabei sind die Original-Daten der Agentur Super-Fi durchaus spannend. Ähnlich wie Dienste wie Klout errechnen die Österreicher für Twitter- und Facebook-Accounts einen so genannten Score, der den Einfluss der jeweiligen Accounts zeigt. Dabei spielen die reinen Friends- und Follower-Zahlen nicht die dominante Rolle, sondern eher, wie oft Messages geliket oder retweetet werden. In den Original-Daten erfasst Super-Fi nicht nur Medien, sondern Marken im weiteren Sinne. Auf den ersten Plätzen finden sich dort adidas, BMW, Mercedes-Benz, Bayern München und ProSieben.

Zwar gibt es auch in den Original-Rankings einige Ungereimtheiten: Warum belegt Bild mit Facebook und Twitter Platz 13, taucht aber nur mit dem Facebook-Account nochmal auf Rang 23 auf? Warum ist Spiegel Online ebenfalls zweimal vertreten (Platz 19 mit Facebook und Twitter, Platz 30 nur mit Facebook)? Und auch Zeit Online? Und warum belegt DerWesten mit den identischen Accounts die Ränge 53 und 54? Wenn diese Ungereimtheiten beseitigt werden – und V.i.s.d.P. ab sofort genauer in die Originaldaten schaut, könnte das Ranking durchaus zu einer regelmäßigen Anlaufstelle für Zahlenfreaks werden – bis dahin aber leider eher nicht.

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