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Facebook-Gründer versteckt seine Privatsphäre

Die Entwicklung scheint Mark Zuckerberg mehr zu stören als bislang zugegeben: Google+ ist kein Buzz oder Wave – der dritte Anlauf, im Social Web Fuß zu fassen, wird von Tag zu Tag erfolgreicher. 10 Millionen Nutzer, 20 – gar 100? Für Internetexperten scheint aktuell keine Wachstumsgrenze in Sicht: Google+ hat ein enormes Momentum. So enorm, dass es beim Facebook-Gründer Wirkung zeigt: Zuckerberg, der wiederholt betont hat, die Ära der Privatheit wäre zu Ende, versteckt nun Inhalte seines Google+-Profils.

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Die Entwicklung scheint Mark Zuckerberg mehr zu stören als bislang zugegeben: Google+ ist kein Buzz oder Wave – der dritte Anlauf, im Social Web Fuß zu fassen, wird von Tag zu Tag erfolgreicher. 10 Millionen Nutzer, 20 – gar 100? Für Internetexperten scheint aktuell keine Wachstumsgrenze in Sicht: Google+ hat ein enormes Momentum. So enorm, dass es beim Facebook-Gründer Wirkung zeigt: Zuckerberg, der wiederholt betont hat, die Ära der Privatheit wäre zu Ende, versteckt nun Inhalte seines Google+-Profils.

Keine Frage: Mark Zuckerberg ist der Popstar des Internets – nicht zuletzt seit dem Hollywood-Blockbuster "The Social Network". Es war also keine wirkliche Überraschung, dass Zuckerbergs Profil kurz nach Auftauchen bei Google+ zum meistgefolgten des neuen Social Networks avancierte.

Dass es sich tatsächlich um Zuckerbergs echtes Profil handelt, bestätigte Alpha-Blogger Robert Scoble via Twitter: "Zuckerberg hat mir gerade eine Text-Nachricht geschrieben. Lautete: ‚Warum sind die Leute so überrascht, dass ich einen Google-Account habe?’" Kaum war die Authentizität bestätigt, stürmte die Meute Zuckerbergs Profil: Mehr als 165.000 Follower weist das Google+-Profil des Facebook-Gründers inzwischen auf – so viele wie kein anderes.

Enormer Zuwachs: Schon 20 Million Google-Plusser am Wochenende?

Doch nicht nur Zuckerberg kann sich über reichlich Zulauf freuen – Das ganze Netzwerk erlebt einen Boom, den Google wohl kaum einer zugetraut hatte. Zu massiv floppten mit Wave und Buzz die vergangenen Versuche, im Social Web Fuß zu fassen. Nun sieht es nach einem veritablen Homerun aus: Google+ ist gerade mal zwei Wochen alt und wächst weiter wie verrückt.

Nach Einschätzung des früheren Microsoft-Mitbegründers Paul Allen dürfte Google+ bereits jetzt über 10 Millionen Nutzer verfügen, am Wochenende sollen es schon 20 Millionen sein, mutmaßt TechCrunch. Bill Gross, Serien-Gründer im Silicon Valley, hält Google+ gar dafür prädestiniert, zum sozialen Netzwerk zu avancieren, das am schnellsten die 100-Millionen-Grenze knackt.

Hat Zuckerberg von Google+ schon die Nase voll?

Für Mark Zuckerberg, der in der vergangenen Woche bei der Präsentation seines Videochats-Features Nachfragen nach der Konkurrenz von Google+ noch halbwegs souverän ausgewichen war, scheint der Hype nun etwas zu viel zu werden. Nicht nur, dass Facebook in der vergangenen Woche gleich zweimal Plugins unterdrückte, mit deren Hilfe Facebook-Kontakte in Google+ importiert werden sollte – Zuckerberg scheint nun selbst vom boomenden Google-Service die Nase voll zu haben.

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Gestern kursierten etwas verfrüht die Gerüchte, der 26-jährige Harvard-Abbrecher habe sein Google-Profil gesperrt, nachdem er aus dem inoffiziellen Top 100-Ranking, das von Boris Veldhujzen van Zanten (Twitter Counter) betrieben wird, herausgefallen war.

Schmallippiger Facebook-Gründer bei Google+ :"I make things"

Zuckerberg hatte seine Privatsphäre-Einstellungen so verschärft, dass von seinem Google+-Profil so gut wie gar nichts mehr zu sehen war, nicht einmal mehr die Anzahl seiner Follower. Während seine eigenen Circle-Bekanntschaften (es waren bis gestern knapp 40) weiter versteckt bleiben, sind die rund 165.000-Verfolger, die Zuckerberg in ihren Kreis aufgenommen haben, aber wieder/weiter sichtbar – der Facebook-Chef bleibt also weiter Spitzenreiter bei Google+.

Einen seltsamen Beigeschmack hat die Verschärfung der Privatsphäre-Einstellungen Zuckerbergs aber doch in gleich mehrfacher Hinsicht. Wieso startet der Facebook-Gründer einen Account bei Google, um dann der Öffentlichkeit so viel wie möglich zu verbergen, obwohl ohnehin bislang kaum Aktivitäten festzustellen war – außer der lapidaren Angabe: "I make things"?

Zuckerberg: "Sollte ich zurück zum College gehen oder bei Facebook bleiben?"

Und wieso hat ausgerechnet der Mann ein Problem mit seiner Privatsphäre, der im vergangenen Jahr gar nicht deutlich genug verkünden konnte, die Ära der Privatsphäre wäre ohnehin zu Ende? Vielleicht, so scheint es, will Zuckerberg in guter PR-Manier die interessanten Publicity-Häppchen für sein eigenes Social Network behalten.

Zuckerbergs Facebook-Seite ist weiter öffentlich einsehbar: Zwar kann man nicht persönlich mit dem Mann, der über 750 Millionen zu virtuellen Freunden werden ließ, selbst befreundet sein – wohl aber ein bisschen an Zuckbergs Facebook-Leben teilnehmen. In seinem letzter Pinnwand-Eintrag antwortete Zuckerberg auf die Frage: "Sollte ich zurück zum College gehen oder bei Facebook bleiben" standesgemäß. Facebook ist eben das Leben des Mark Zuckerberg – wer hätte das gedacht?

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