Herres-Kritik: Stiftung keilt zurück

Der Zoff um die Studie der Otto Brenner Stiftung zum Informationsanteil im privaten sowie öffentlich-rechtlichen Rundfunk geht weiter. Nachdem ARD-Programmdirektor Volker Herres die Thesen der Untersuchung via Pressemitteilung zurückwies, meldet sich nun die Otto Brenner Stiftung und keilt zurück.

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In einer Mitteilung der Stiftung heißt es, dass Herres etwas zurückweise, was in der Studie nicht als Behauptung aufgestellt worden sei. In der ARD-Mitteilung von Donnerstag hieß es unter anderem: "Die These, die Fernsehnachrichten seien unpolitischer geworden, bleibt für die ‚Tagesschau‘ eine Behauptung ohne Belege. Richtig ist: Die ‚Tagesschau‘ ist die Nachrichtensendung im deutschen Fernsehen, die am stärksten auf politische Inhalte setzt. Interessanterweise wird das in der Studie selbst sogar bestätigt … Auch alle Monatsstudien des "infomonitor" beweisen das: Weit mehr als 50 % (je nach Themenlage zwischen 50 und 56 %) aller Beiträge in der Hauptausgabe der ‚Tagesschau" sind politischer Natur!"
Die Otto Brenner Stiftung schreibt, dass die Studie untersucht habe, "ob auch überall Information drin ist, wo Information drauf steht". In dem Dokument habe Autor Fritz Wolf mehrmals öffentlich-rechtliche Programmforscher zitiert, die herausgefunden haben und belegen können, dass ein wachsender Anteil an Information eigentlich Infotainment ist – vor allem bei den Privaten, aber eben nicht nur bei den Privaten. In der Studie sei an keine Stelle behauptet worden, dass der "Informationsanteil" im Ersten abgenommen habe.
Autor der Studie ist Medienjournalist Fritz Wolf. Er habe, so die Stiftung, wichtige Ergebnisse der Programmforschung wiedergegeben die belegen, dass in den vergangenen Jahren die Nachrichtenanteile im Programm recht stabil geblieben seien. Die ganze Stellungnahme können Sie hier nachlesen. 

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