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AWA: Printnutzung steigt überraschend an

Da werden sich die Verlage freuen: Laut dem Institut für Demoskopie Allensbach nutzen wieder mehr Leute Print-Medien. Die AWA 2011 verzeichnet ein Plus von 0,7% bei den Gesamtkontakten mit den 243 untersuchten Zeitschriften. In den Jahren 2007 bis 2010 hatte es jeweils einen Rückgang gegeben. Die Zahlen überraschen insofern, als die Auflagenzahlen tendenziell weiter rückläufig sind. Laut AWA verloren aber nur 64 der 243 Titel Leser. Meistgelesenes Blatt bleibt die Apotheken Umschau.

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Die Zahlen werden die Diskussionen um Leser-Untersuchungen wie MA und AWA sicher wieder anfachen. Schaut man sich die Zahlen einzelner Titel wie Spiegel, stern und Focus an, so müssten laut AWA bis zu neun verschiedene Personen das selbe Heft lesen – im Durchschnitt. Selbst inklusive der Lesezirkel-Exemplare in Wartezimmern ein extremer Wert.

Meistgelesene Zeitschrift bleibt laut AWA auch diesmal die Apotheken Umschau, die auf eine Reichweite von 21,16 Mio. kommt. Dahinter folgen die ADAC Motorwelt, als erste Kiosk-Zeitschrift die Bild am Sonntag, sowie das Supplement rtv. stern, Spiegel und Focus belegen die Ränge 6, 9 und 15. Der Focus ist neben den TV-Beilagen rtv und Prisma zudem der einzige Verlierer in der Top 20.

Zur Einordnung: Wie zuvor u.a. schon bei der MA geschehen, wird nun auch bei der AWA die deutschsprachige ausländische Bevölkerung mitgewertet. Die Grundgesamtheit erhöhte sich damit um 8,8% auf 70,3 Mio. Menschen. Die oben genannten Werte von 0,7% bzw. 64 Verlierern beziehen sich zur besseren Vergleichbarkeit aber nicht auf die neue Grundgesamtheit, sondern nur auf die – besser vergleichbare – deutsche Bevölkerung.

Bei den Tageszeitungen führt selbstverständlich weiterhin die Bild. Dahinter folgen die Süddeutsche und die F.A.Z.

Stärkste Wochenzeitung ist weiterhin Die Zeit, Dahinter folgen die Welt am Sonntag und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.

Anmerkung: In der ersten Version dieses Artikels gab es auch Vergleichszahlen zur AWA 2010. Das Institut für Demoskopie Allensbach legt Wert darauf, dass ein solcher Vergleich wegen der unterschiedlichen Grundgesamtheiten verzerrend sei. Nur ein Vergleich der deutschen Bevölkerung sei legitim. Da dies aber mittlerweile nur noch ein Teil der Grundgesamtheit ist, wir aber die kompletten Leserzahlen bieten wollen, verzichten wir lieber komplett auf einen Vergleich.

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