Jarvis: Taugt Google+ für die Newsbranche?

Kaum eine Woche alt, hat Jeff Jarvis Google+ einer eingehenden Prüfung unterzogen. Auch wenn das Social Network nach so kurzer Zeit schon über 500.000 User verfügt, sei es noch zu früh, eine endgültige Prognose abzugeben. Dennoch hat der Journalismus-Professor und erfolgreiche Buchautor einige interessante Thesen zusammengestellt, in denen er dem neuen Google-Netzwerk durchaus Qualitäten für die Newsbranche zuspricht.

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Live-Berichterstattung: In dieser Sparte dürfte vorerst kein Social Network Twitter den Rang ablaufen. Während dort neue Einträge oben eingeordnet werden, werden bei Google+ sogar alte Einträge gefeatured, wenn darunter jüngst kommentiert wurde. Wie Jarvis berichtet, hat Google kürzlich den Algorithmus dahingehend geändert, dass Beiträge von Personen, denen man nicht followed, weniger favorisiert werden.

Gezielte Fragen, gezielte Antworten: Der dapd-Redakteur Danie Bouhs twitterte vor Kurzem, dass er einen Teil seiner Kontakte in Circles mit dem Titel “gut informiert” unterteilt, um sich später auf “gut informierte Kreise” berufen zu können. Auch wenn der Tweet nicht ernst gemeint war, so ist die Idee dahinter durchaus schlüssig. So sind die Circles nach Jarvis’ Ansicht bestens dazu geeignet, einer bestimmten Personengruppe Fragen zu stellen und von ihr Antworten zu bekommen.

Crowdsourcing-Qualitäten: Cloud-Services wie GoogleDocs und GoogleWave liegen zwar nur einen Klick weit von Google+ entfernt. Jarvis wünscht sich eine Implementierung einiger Funktionalitäten in Google+, die aus dem Social Network eine gute Crowdsourcing-Plattform machen würden.
Promo-Plattform: G+ sei ideal, um Inhalte zu promoten. Was für die Live-Berichterstattung schädlich wäre, ist ein Plus für langfristige Promo-Aktionen: die Tatsache, dass alte Postst wieder nach oben rutschen, wenn sie von Usern kommentiert wurden.

Link-Sharing: Warum lässt sich bei Google+ maximal ein Link pro Statusmeldungen posten, fragt Jarvis. Facebook bietet die Möglichkeit, mehrere Links zu sharen, obwohl nur ein Link an den Post angefügt wird. Momentan sei also ein Blogpost die bessere Wahl, um gut verlinkt und gut informiert zu posten.

Personen-Recherche: Wie in jedem Social Network, ist es nur schwer möglich zu indentifizieren, wer sich hinter einem Profil verbirgt bzw. die Echtheit eines Profils zu bestätigen. Jarvis vertritt die Meinung, dass der soziale Druck bei Facebook momentan weitaus höher ist, sich mit Echtnamen zu registrieren.

Den vollen Text lesen Sie hier.

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