FR-Personalabbau: der Sozialplan steht

Die einst stolze überregionale Redaktion der Frankfurter Rundschau ist nun weitestgehend abgewickelt. So haben sich die Geschäftsführung und der Betriebsrat auf alle wichtigen Maßnahmen zum Umbau der Mitarbeiterstruktur geeinigt. Offiziell ist damit "der sozialverträgliche betriebsbedingte Abbau von 58 Stellen über einen Interessenausgleich und Sozialplan abgeschlossen". Der Mantelteil kommt nun aus Berlin. In Frankfurt bleiben die Regional-Redakteure und das neue digitale Redaktionszentrum.

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Die neue Digital-Abteilung soll sowohl für die Frankfurter Rundschau wie auch für die Berliner Zeitung arbeiten. Im Gegenzug werden die überregionalen Seiten der Frankfurter Rundschau künftig komplett in Berlin von Redakteuren des Druck- und Verlagshauses Frankfurt, der DuMont-Redaktionsgemeinschaft und der Berliner Zeitung produziert.

"Wir begrüßen die Vereinbarung sehr. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Entwicklung der vergangenen Jahre schaffen wir mit diesem Ergebnis eine zukunftsfähige Basis für die Frankfurter Rundschau", so Karlheinz Kroke, Geschäftsführer der Frankfurter Rundschau.

"Wir haben das unter den Umständen Bestmögliche für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erreicht", kommentiert Lothar Birzer, Betriebsratsvorsitzender der Frankfurter Rundschau, die Verhandlungen. "Um die Frankfurter Rundschau für die deutsche Zeitungslandschaft zu erhalten, mussten wir große Opfer bringen. Unter Abwägung der Situation haben wir jedoch das ausgehandelt, was möglich war."

Seit Jahren hat die Qualitätszeitung mit einem kräftigen Auflagenminus zu kämpfen. Im ersten Quartal 2011 erreicht die FR einen Gesamtverkauf von 121.523 Exemplaren. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang von zwölf Prozent. Innerhalb von fünf Jahren beträgt das Minus gar mehr als ein Fünftel. Einzig der Einzelverkauf konnte zulegen. So stieg der Kioskabsatz in fünf Jahren um zwei Prozent auf 16.286 Exemplare.

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