AGOF: Rekordmonat für die News-Branche

Was die IVW schon angedeutet hatte, zeigt sich nun mit einiger Verspätung auch bei der AGOF: Der März war für die deutschen Nachrichten-Websites der bisher erfolgreichste Monat überhaupt. Neun der Top-Ten-Angebote erreichten neue Unique-User-Rekorde, einzig Marktführer Bild.de gelang das nicht. Mit einem Wahnsinns-Plus von 83,8% bzw. 2,17 Mio. Nutzern war n-tv.de Aufsteiger Nummer 1. Der Grund für die Bestleistungen: das extreme Interesse an dem Erdbeben-, Tsunami- und Atom-Drama in Japan.

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Prozentual gesehen gab es sogar noch einen größeren Aufsteiger als n-tv.de: Reuters.de. Die 0,53 Mio. hinzu gewonnenen Unique User reichten für ein Plus von 103,9% und den Einzug in die Top 25 der News-Branche. An der Spitze liegt hier weiterhin Bild.de, dessen Vorsprung auf Spiegel Online allerdings etwas geschrumpft ist. Mit 13,34 Mio. Nutzern gegenüber 11,78 Mio. bleibt Bild.de aber noch relativ klar vorn. Das Bild.de-Plus von 5,1% ist dennoch das geringste im Vorderfeld des Rankings.

Weniger zulegen konnte erst der 15. der Liste, die Berliner Morgenpost. Sie profitierte wie viele andere Regionalangebote nicht so sehr von den Nachrichten aus Japan. Eine der 25 reichweitenstärksten Websites verlor sogar im Vergleich zum Februar Nutzer: Express.de gingen 0,9% abhanden. Zur Erinnerung: Nach der Umstellung auf eine monatliche Erscheinungsweise werden die AGOF-Zahlen derzeit noch wie vorher ca. drei Monate nach dem Ablauf des jeweiligen Wertungs-Zeitraums veröffentlicht. Jetzt, also Ende Juni gibt es erst die März-Daten. Mittelfristig soll eine Veröffentlichung im jeweiligen Folgemonat erreicht werden, doch vorerst müssen wir mit der bisherigen Zeitspanne leben.

In der zweiten Häfte unserer News-Top-50 folgen drei weitere Verlierer: wiwo.de mit einem Minus von 1,3%, die Rhein-Zeitung, der satte 24,2% der Nutzer abhanden gingen, und SZ-Online mit einem Verlust von 2,1%. Die größten Aufsteiger auf den Plätzen 26 bis 50 sind prozentual gesehen suedkurier.de, noows.de und die WZ-newsline der Westdeutschen Zeitung.

Eine gesonderte Analyse zum AGOF-Geschehen abseits der Nachrichten-Branche finden Sie an dieser Stelle.

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