Ergos kleinlaute Entschuldigung

Nach den Skandalen meldet sich Ergo zurück. Die Versicherungsgruppe (Claim: "versichern heißt verstehen") hat in mehreren Tageszeitungen, unter anderem in der SZ, ganzseitige Anzeigen geschaltet, um zu den Vorwürfen der vergangenen Wochen Stellung zu nehmen. "Wir ergreifen weit reichende Maßnahmen, um solche Fehler in der Zukunft zu vermeiden", heißt es darin. Es liest sich als eine kleinlaute Entschuldigung für die Trink- und Sex-Orgien, die den Konzern in ein Imagetief stürzten.

Anzeige

"Wenn Menschen Fehler machen, entschuldigen sie sich. Wenn Unternehmen Fehler machen, unternehmen sie etwas dagegen. Darum tun wir beides" wird die Textanzeige in großen Lettern angekündigt. Man arbeite intensiv an der Aufklärung um die Incentive-Reise nach Budapest, die "seltsam anmutenden Trinkspiele", fehlerhafte Angaben auf Riester-Rente-Formularen und um Beratungsfehler und werde Nachteile ausgleichen, die den Kunden entstanden seien.

Weiter heißt es in der Anzeige: "Wenn etwas nicht gut ist, werden wir darüber berichten. Und es dann besser machen." Die Fehler in der Vergangenheit würden dazu anspornen, den "begonnenen Veränderungsprozess konsequent fortzusetzen." Um die ganzen Sachverhalte untersuchen und beurteilen zu können, hat Ergo die Wirtschaftsprüfer von  PricewaterhouseCoopers beauftragt.
Ergo hatte nach den Negativ-Schlagzeilen angekündigt, seine Ausgaben für Werbung künftig stark zurückzufahren und die Markenkampagne für einen gewissen Zeitraum ruhen zu lassen. Horizont.net hatte berichtet, dass innerhalb der Versicherungsgruppe sogar ein Stopp der Markenkampagne diskutiert wurde. Der Branchendienst schreibt nun, dass Ergo in wenigen Tagen wieder mit seinen Commercials auf Sendung gehen wird

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige