Guardian entlässt Mitarbeiter

Digital und radikal: Nachdem Chefredakteur Alan Rusbridger ankündigte, dass die Guardian Media Group sich ganz auf das Digital-Geschäft konzentrieren werde, folgt nun die Hiobsbotschaft, dass der Umbau auch Stellenstreichungen zur Folge hat. Laut Yahoo News ist von einer "signifikanten Zahl" die Rede.

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Der Stellenabbau werde aber nicht von heute auf morgen geschehen, so Rusbridger. Er wolle stattdessen mehr auf Web-Entwickler und Produzenten für digitale Inhalte setzen. Darüber hinaus plant der Chefredakteur, eine US-Website des Guardians zu launchen, die von bis zu 30 Mitarbeitern gestemmt werden soll.
Fakt ist: Der Guardian schreibt derzeit hohe Verluste, schätzungsweise umgerechnet jeweils beinahe 40 Millionen Euro in den Jahren 2010 und 2011. Dieser Entwicklung will man in London nun mit einem ehrgeizigen Plan entgegen wirken: Binnen fünf Jahren sollen die Einnahmen im Digitalbereich von derzeit rund 54 Millionen Euro mehr als verdoppelt werden. Damit würde der Anteil an den Gesamterlösen (derzeit etwa 20 Prozent) kräftig. Und das scheint auch nötig: Allein im vergangenen Jahr sank der Umsatz im klassischen Printgeschäft vor allem durch den Rückgang im Geschäft mit den Kleinanzeigen zum rund 10 Prozent.

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