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Facebook: Zuckerberg gewinnt Gründer-Streit

Gute Nachricht für Mark Zuckerberg: Der jahrelange Rechtsstreit mit den Winklevoss-Zwillingen über die Erfindung von Facebook ist zu Ende. Wie die beiden Harvard-Absolventen mitteilten, wollen sie nun doch nicht weiter vor den Obersten Gerichtshof der USA ziehen und in Berufung gehen. Die vor Jahren erzielte Einigung über 65 Millionen Dollar ist damit rechtskräftig. Die epische Auseinandersetzung über die Gründungstage von Facebook lieferte Stoff für den Hollywood Blockbuster "The Social Network".

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Es ist vorbei: Sieben Jahre nach der Klage akzeptieren die Winklevoss-Zwillinge das Urteil des Gerichts. Die beiden Ruderer, die 2008 für die USA an den Olympischen Spielen teilnahmen, hatten den Studenten Mark Zuckerberg einst zu Harvard-Zeiten mit der Programmierung eines sozialen Netzwerks beauftragt ("HarvardConnection"), aus dem dann mutmaßlich Facebook entstanden sei. Ob Zuckerberg die Idee dazu von den Winklevoss‘ geklaut habe, war seitdem hochumstritten und bot u.a. den Stoff für den Hollywood-Blockbuster "The Social Network", der dieses Jahr mit drei Oscars ausgezeichnet wurde.

Nach der Klage 2004 folgte vier Jahre später ein Vergleich über 65 Millionen Dollar: 20 Millionen Dollar erhielten die Brüder in bar ausgezahlt, den Rest in Facebook-Aktien. Das reichte den beiden ehrgeizigen Harvard-Absolventen aber offenbar nicht, so dass 2008 eine erneute Klage erfolge. Im April 2011 wies ein Gericht schließlich die Annullierung des Vergleichs ab. Zwei Monate später erfolgte nun die Einsicht des Brüderpaars "nach reiflicher Überlegung", wie es heißt.

Facebook frohlockt: "Wir haben Fall schon länger abgehakt"

Für Facebook-Gründer Mark Zuckberg könnte die Nachricht kaum besser sein: Vor dem erwarteten Börsengang im nächsten Jahr hat Facebook damit einen rechtlichen Problemfall endlich aus dem Weg geräumt. Entsprechend kommentierte das weltgrößte Social Network: "Wir haben den Fall schon länger abgehakt, und wir freuen uns, dass die Gegenpartei das nun auch hat."

Ironischerweise ist das Thema Facebook auch für jemand anderen beendet: Wenige Minuten, nachdem US-Medien den Rückzug der Winklevoss-Zwillinge verkündeten, erklärte auch Aaron Sorkin, der das Drehbuch "The Social Network", schrieb, das Kapitel Facebook für beendet – als aktiver Nutzer. Er habe viele Meinungen über Social Media, die ihn wie einen "mürrischen alten Mann" aussehen lassen würden – die Zeit wäre deswegen vorbei.

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