Spiesser gewinnt gegen Bauer

Schlappe für Bauer: Im Streit mit der Jugendzeitschrift Spiesser hat das Landgericht Hamburg nun entschieden, dass der kleine Verlag aus Dresden mit seiner verbreiteten Auflagenzahl Werbung machen darf. "Die Auseinandersetzung hat für die Bauer Media Group grundsätzliche Bedeutung", sagte eine Verlagssprecherin gegenüber Spiegel Online.

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Bauer hatte mit der Werbung des Spiesser ein Problem, weil die angegebene IVW-Zahl von 767.110 Exemplaren im vierten Quartal 2010 nicht nachzuvollziehen ist, weil das Heft kostenlos verteilt wird. Spiesser buhlt mit dem Bauer Bravo um Anzeigenkunden und hatte seine Stabsstelle Medienrecht in Bewegung gesetzt und Schulleiter aufgefordert, Auskunft zu geben, "auf welcher rechtlichen Grundlage" die Spiesser-Hefte ausliegen würden.
Das Gericht entschied nun, dass der Spiesser auch weiterhin mit den Auflagenzahlen werben dürfe, weil die Zahlen den "durchschnittlichen Leser" nicht interessierten. Nur Werbemanager wüssten die Zahlen zu interpretieren und kennten auch die "Messungenauigkeiten" bei Gratiszeitungen.

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