„Mein Nachfolger sollte alles anders machen“

Obwohl Thomas Gottschalk noch im Herbst drei "Wetten, dass..?"-Sendungen moderieren wird, bringt die Bild-Zeitung am Samstag bereits das Abschieds-Interview mit dem Entertainer. Darin spricht der 61-Jährige über den Stellenwert der ZDF-Sendung in seinem Leben, seine TV-Zukunft und was sein Nachfolger anders machen sollte als er. Seine Antwort darauf: "Am besten alles." Sollte er bei der Auswahl des Moderators nach Rat gefragt werden, werde er seine Meinung sagen. "Ich will, dass diese Sendung ein Erfolg bleibt."

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Am heutigen Samstag wird Gottschalk zum letzten Mal die Sommerausgabe von "Wetten, dass..?" auf Mallorca moderieren. Auf die Frage, ob Abschieds- oder Freudentränen fließen werden, sagte der ZDF-Moderator: "Ob erste oder letzte Show – ich mache das für das Publikum. Und das bekommt heute eine hoffentlich große Show mit einem gut aufgelegten Entertainer." Er werde mit "Wetten, dass..?" in die Fernsehgeschichte eingehen, so wie Hans Rosenthal mit "Dalli Dalli". Darauf sei er stolz und das könne ihm keiner nehmen.

Er sei damals, als er im Bayerischen Rundfunk eine tägliche Sendung und einen Parkplatz in der Tiefgarage bekam, der glücklichste Mensch der Welt gewesen. "Das war für mich die Erfüllung meines Lebenstraums. Da war vom Fernsehen und vom Samstagabend noch keine Rede." Dass er es in den Jahren als Moderator der Wettshow als Alternative zu einem "Dutzend Sendern mit Castingshows, Reality-Fernsehen und Youtube-Schnipseln" überlebt habe, sei ein "Wunder". Heute Abend wird mit Dieter Bohlen und DSDS-Gewinner Pietro Lombardi eben diese Konkurrenz auch auf der Star-Couch bei "Wetten, dass..?" sitzen.

Wie es mit der Show nach seinem endgültigen Abschied zum Ende des Jahres weitergehen werde, äußerte sich Gottschalk nicht. Bei der Wahl zu seinem Nachfolger halte er sich raus. "Sollte ich dabei um Rat gefragt werden, sage ich meine Meinung", so der 61-Jährige. Die Show müsse jünger werden, sein Nachfolger solle am besten alles anders machen als er.

Bezüglich seiner Zukunftspläne hielt er sich bedeckt. Ob er das Angebot des ZDF für eine wöchentliche oder das der ARD für eine tägliche Sendung annehme, ließ er – wie auch schon auf der Pressekonferenz am Donnerstag – offen. "Ich freue mich über beide Angebote. Ich weiß aber auch, dass ich mit beiden scheitern kann. Das Risiko nehme ich in Kauf. Nur wer nichts macht, macht nichts falsch." Bei der Entscheidung werde er sich mit seiner Familie beraten. Fest stehe nur, dass er wieder in Deutschland leben werde statt in Malibu, wo er Anfang der 90er hinzog.

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