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Schönwandt: Geschenke als Kunden-Köder?

Kleine Aufmerksamkeiten für gute Geschäftsbeziehungen sind in vielen Branchen Gang und Gäbe. Für den News-Chef von Gruner + Jahr, Matthias Schönwandt, wurden sie offenbar zum Stolperstein. Dem österreichischen Standard zufolge hat er Elektronikgeräte mit einem Wert im niedrigen vierstelligen Bereich an seine Partner verschenkt. Ein solches Geschäftsgebaren passt jedoch nicht zu den Konzernregeln von Mehrheitsgesellschafter Gruner+Jahr.

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Im Gespräch mit dem Standard wollte G+J-Auslandsvorstand Torsten-Jörn Klein die Geschenke-Theorie weder bestätigen noch widerlegen. Er sagte nur, dass "Matthias Schönwandt im Rahmen seiner Tätigkeit als Geschäftsführer etwas unternommen hat, das mit den internen Regeln von Gruner+Jahr nicht vereinbar ist. Diese Regeln sind allen Mitarbeitern weltweit bekannt und gelten auch für alle Mitarbeiter weltweit." Er betonte noch einmal, dass die Trennung "einvernehmlich" verlaufen sei.
Zur Situation der News-Gruppe sagte Klein, zurzeit stünden "alle unter Schock. Schönwandt hatte in kurzer Zeit intern wie extern sehr viel bewegt." Gleichzeitig nehme er jedoch aus vielen Gesprächen mit den Mitarbeitern vor Ort wahr, dass die Trennung, "trotz der ohne Zweifel großen Beliebtheit von Matthias Schönwandt, verstanden und respektiert wird". Was die Nachfolge angeht, werde es keinen "Schnellschuss" geben, die Suche werde "einige Zeit in Anspruch nehmen".
Schönwandt fing erst vor drei Monaten bei der News-Gruppe an. Vor seinem Wechsel in die Alpenrepublik kümmerte sich der 45-Jähirge um den deutschen Supplementverlag. Bekanntestes Objekt der Bertelsmann-Tochter ist die TV-Beilage RTV.

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