G+J feuert News-Chef Schönwandt

Matthias Schönwandt legt mit sofortiger Wirkung seine Tätigkeit als Geschäftsführer der Verlagsgruppe News nieder. Offiziell ist von einer einvernehmlichen Trennung die Rede. Allerdings liest sich die Begründung doch so, als ob man bei Gruner + Jahr nicht sonderlich gut auf den Manager zu sprechen sei. Hintergrund "sind interne Vorgänge", die "einen Verstoß gegen das gültige Regelwerk von Gruner + Jahr darstellen". Interimistisch übernimmt nun Johannes Werle.

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„Es gibt bei Gruner + Jahr ein für alle Mitarbeiter weltweit verbindliches Regelwerk, das die Spielregeln im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit regelt. Gegen diese internen Regeln hat Matthias Schönwandt nach eingehender interner Prüfung und Dokumentation verstoßen", kommentiert Torsten-Jörn Klein, Auslandsvorstand der Hamburger. "Ich denke, dass alle Mitarbeiter der News-Gruppe und alle Geschäftspartner des Verlages, Matthias Schönwandt in der kurzen Zeit als Geschäftsführer und als Mensch sehr zu schätzen gelernt haben. Dennoch hat er einen Fehler begangen, der nicht geduldet werden kann."

Zur Zeit ist noch unklar, gegen welche Regeln Schönwandt verstoßen haben soll. Ein Konzerninsider erklärte dem Standard gegenüber, dass es sich bei den Vorfällen "definitiv nicht um strafrechtlich relevanten Vorgänge" handele. Beim anderen Verlagen wie beispielsweise Österreich "wäre das kein Problem", aber Gruner+Jahr habe strikte Regeln."

G+J-Vorstand Klein bedauert die Entwicklung , "aber nachdem weltweit gleiche Spielregeln für die unternehmerische Tätigkeit bei Gruner + Jahr gelten, haben wir uns für den Weg der einvernehmlichen Vertragsaufhebung entschieden.“

Vor seinem Wechsel in die Alpenrepublik kümmerte sich der 45-Jähirge um den deutschen Supplementverlag. Bekanntestes Objekt der Bertelsmann-Tochter ist die TV-Beilage RTV. Der deutsche Manager übernahm den Job erst im Februar 2011 von Oliver Voigt.

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