Spil Games macht Facebook Konkurrenz

Spil Games erreicht mit 130 Millionen Spielern pro Monat zwar nicht die Größe von Facebook, gehört aber dennoch zu den reichweitenstärksten Spiele-Plattformen weltweit. Künftig werden die Aktivitäten der Gamer als Statusmeldungen auf deren Pinnwand veröffentlicht und Mitspielern angezeigt – haargenau wie beim großen Community-Vorbild. Zudem expandiert das Unternehmen im Bereich Marketing und bietet Firmen "die intensivste Art der Zielgruppenansprache", sagt Deutschland-Manager Stefan Beckmann.

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Spil Games erreicht mit 130 Millionen Spielern pro Monat zwar nicht die Größe von Facebook, gehört aber dennoch zu den reichweitenstärksten Spiele-Plattformen weltweit. Künftig werden die Aktivitäten der Gamer als Statusmeldungen auf deren Pinnwand veröffentlicht und Mitspielern angezeigt – haargenau wie beim großen Community-Vorbild. Zudem expandiert das Unternehmen im Bereich Marketing und bietet Firmen "die intensivste Art der Zielgruppenansprache", sagt Deutschland-Manager Stefan Beckmann.
Spil Games betreibt in Deutschland die Spielportale Girlsgogames.de, Jetztspielen.de und Spielen.com. Zudem ist das Unternehmen in knapp 20 weiteren Ländern aktiv. Bei der Vermarktung der Webseiten liegt ein Schwerpunkt auf Kooperationen mit klassischen Medienunternehmen, vor allem aus der Filmindustrie. Spil Games, mit Hauptsitz in Hilversum (Niederlande), hat unter anderem mit Universal Pictures an Kampagnen zu den Animationsstreifen "Despicable Me" und "Hop" gearbeitet. Auf den Spielportalen liefen dazu nicht nur Werbeanzeigen – es wurden eigene Online-Games entwickelt.
Unternehmen erweitern ihre Kampagnen über Minispiele
"Wir stehen mit vielen Marken in Kontakt und missionieren für Spiele", sagt Stefan Beckmann gegenüber MEEDIA. Seiner Ansicht nach sind Games die beste und wirkungsvollste Art, um Leute für ein Produkt zu begeistern: "Während man ein Spiel spielt, widmet man sich komplett dem Produkt. Nicht wie bei einer Werbeanzeige, die oft schnell weggeklickt wird." Durchschnittlich sechs bis sieben Minuten am Stück würden sich die vor allem weiblichen Nutzer auf den Plattformen des niederländischen Unternehmens mit den Games beschäftigen – mehrfaches Aufrufen nicht ausgeschlossen.
Das Minispiel zu "Hop", in dem man mit einem Hasen von Plattform zu Plattform hüpft, wurde beispielsweise 165.639 Mal gespielt. Zum Vergleich: Das Pre-Roll, das dem Film-Trailer von "Hop" auf den Webseiten von Spil Games vorgeschaltet war, wurde 988.012 Mal aufgerufen, aber nur 7.847 Mal geklickt.
Spieler vernetzen
Die Niederländer sorgen zudem seit kurzem für mehr Interaktion und Kommunikation zwischen ihren Nutzern. Mit den neuen Community-Funktionen "stößt Spil Games das Tor zum Social Gaming weiter auf und wird zum führenden sozialen Netzwerk, das sich ausschließlich auf Gaming fokussiert". Gewinne, Highscores und Auszeichnungen können nun auf den Profilseiten der Spieler veröffentlicht und mit Freunden im Netzwerk geteilt werden.
"Wir möchten unserer wachsenden Fangemeinde eine optimale Spielumgebung bieten, in der sich jeder mit anderen Spielern vernetzen und untereinander austauschen kann", kommentiert Oscar Diele, CMO von Spil Games. "Die Statusmeldungen kombinieren große Informationsmengen nahtlos miteinander und werden so den Anforderungen unserer Zielgruppen an Social Gaming gerecht."
Laut den Niederländern treffen die Neuerungen auf große Resonanz: Nutzer würden 420.000 Statusmeldungen täglich posten, 150 Highscores pro Minute veröffentlichen, 500.000 Freundschaftsanfragen pro Tag verschicken und mehr als 200.000 Kommentare pro Tag schreiben. Um an Facebook heranzukommen, fehlt da zwar noch einiges. Aber offiziell geht es ja auch darum, das größte Spielportal zu werden und nicht das größte Social Network.

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