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Yandex: Größtes Internet-IPO seit Google

Es geht jetzt Schlag auf Schlag: Auf das sensationelle Börsendebüt von LinkedIn folgt nun Yandex. Seit Jahren galt die russische Suchmaschine als Börsenkandidat, doch die Finanzkrise und die langsame Erholung des Marktes für Neuemission machte der Suchmaschinen-Nummer eins im russischen Riesenreich lange beim Börsendebüt einen Strich durch die Rechnung. Bis jetzt: Angetrieben durch die Euphorie um LinkedIn, wird Yandex heute der größte Börsengang eines Internet-Unternehmens seit Google gelingen.

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Es geht jetzt Schlag auf Schlag: Auf das sensationelle Börsendebüt von LinkedIn folgt nun Yandex. Seit Jahren galt die russische Suchmaschine als Börsenkandidat, doch die Finanzkrise und die langsame Erholung des Marktes für Neuemission machte der Suchmaschinen-Nummer eins im russischen Riesenreich lange beim Börsendebüt einen Strich durch die Rechnung. Bis jetzt: Angetrieben durch die Euphorie um LinkedIn, wird Yandex heute der größte Börsengang eines Internet-Unternehmens seit Google gelingen. 

Manchmal geht alles schneller als gedacht: Ganze fünf Tage nach LinkedIn, dem bis vergangene Woche erfolgreichsten Internet-Börsengang seit Google, ist dieser bereits überholt. Am heutigen Dienstag wird die Geschichte nämlich neu geschrieben – und zwar am anderen Ende der Welt. 

Ironischerweise schickt sich nicht ein Social-Media-Unternehmen, sondern erneut eine Suchmaschine an, die wertvollste Internet-Neuemission an der Wall Street zu platzierten: Yandex, der russische Platzhirsch bei der Internet-Suche, strebt an die US-Technologiebörse Nasdaq. 



25 Dollar: Börsendebüt zu maximalem Ausgabekurs
Und wie! Als wäre LinkedIn eine Blaupause gewesen, hoben die konsortialführenden Banken Morgan Stanley, Goldman Sachs und die Deutsche Bank die Spanne des Ausgabekurses auf 24 bis 25 Dollar an. Wie angesichts der großen Nachfrage zu erwarten war, reizte der russische Suchriese, der heute um 15.30 Uhr deutscher Zeit an der Wall Street unter dem Tickersymbol YNDX debütiert, seine Möglichkeiten voll aus und emittierte seine 52,2 Millionen Anteilsscheine zu 25 Dollar.

"Es gibt Marktgerüchte, wonach der Börsengang fünf- bis zehnfach überzeichnet ist", erklärt der Aktienstratege Konstantin Tschernyschew von Uralsib in Moskau gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Damit scheint fast programmiert: Anleger werden sich um die Unternehmensanteile, die wie bei LinkedIn in einer sehr übersichtlichen Dosierung an die Kapitalmärkte gebracht werden, wohl reißen.
Ist Yandex’ Wachstumsstory bezahlbar?



Im Gegensatz zum Online-Netzwerk LinkedIn, das seine Profitabilität erst noch unter Beweis stellen muss, debütiert mit Yandex ein ausgewachsener Internet-Pionier, der bereits 1997 und damit ein Jahr vor Google gegründet wurde. 65 Prozent Marktanteil bei der Internetsuche erreicht Yandex im heimischen Russland, zudem ist das Unternehmen in der Ukraine, Weißrussland und Kasachstan präsent. 



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Immerhin schon 135 Millionen Dollar verdiente Yandex 2010 bei Umsätzen von 440 Millionen Dollar – die Zuwächse lagen bei 90 Prozent (Gewinn) bzw. 43 Prozent (Erlöse). Die Wachstumsstory stimmt also – bleibt die Frage: Ist sie bezahlbar?



Teuer bezahlt ist Yandex auf Basis des Ausgabekurses von 25 Dollar, der das Internet-Unternehmen bereits auf einen Börsenwert von 7,5 Milliarden Dollar und Emissionserlöse von rund einer Milliarde Dollar bringt, allemal. Bei 25 Dollar wird Yandex schließlich mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 50 gehandelt, während Anleger für den Weltmarktführer Google weniger als 20 bewilligen – andererseits erreicht der chinesische Herausforderer Baidu aktuell Multiplen von fast 70. Anleger werden also heute zur Handelseröffnung genau hinschauen, ob sich ein Käuferansturm wie bei LinkedIn wiederholt.  

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