Amazon: Neues Gaga-Album zum Spottpreis

Lady Gaga hat ihr neues Album “Born this way” im Online-Store von Amazon.com einen Tag lang zum Spottpreis von 99 Cent anbieten lassen. Der Ansturm war so riesig, dass die Server in die Knie gingen und zeitweise nicht erreichbar waren. Amazon versprach Kunden, dass jeder, der das Album im Rahmen der Sonderpreis-Aktion bestellt hat, es auch später zu dem Preis bekommen würde. Der Online-Händler will mit der Aktion seinen Musik-Dienst Cloud Player promoten.

Anzeige

Bei Twitter und Kunden-Bewertungen sorgte der Server-Ausfall bei der Gaga-Sonderpreis-Aktion prompt für Ärger bei einigen besonders kritischen Zeitgenossen. “Dieser Amazon MP3 Player scheint nicht zu funktionieren. Ich zahle lieber zehn Dollar bei iTunes und habe einen einfachen, direkten Download statt mich mit Versagern und dem Kundendienst zu befassen. Das Album bekommt fünf Sterne. Amazon MP3 Player Download bekommt null Sterne”, schrieb beispielsweise ein verärgerter Kunde bei Amazon.com. Ähnliche Kommentare gab es bei Twitter.

Die überwiegende Zahl der Kunden begrüßte jedoch die Rabatt-Aktion und es gab sehr viele Fünf-Sterne-Bewertungen. Amazon selbst hielt sich eher bedeckt zu den technischen Problemen. Die einzige Reaktion war eine Nachricht bei Twitter, dass man sehr große Download-Mengen verarbeiten muss und Kunden das Album auf jeden Fall für die 99 Cent bekommen, wenn es am Aktionstag (Montag) bestellt wurde.

Amazon.com startete die Aktion, um seinen neuen Musikdienst Cloud Player zu promoten. Amazon bietet dabei an, Musikdateien auf seinen Servern zu lagern, die dann aus dem Internet oder von Android-Geräten aus angehört werden können. Fünf Gigabyte gibt es grundsätzlich gratis, wer einmal bei Amazon ein digitales Album kauft bekommt den Speicherplatz auf 20 Gigabyte aufgestockt. Das ganze ist dann für ein Jahr gratis, danach will Amazon 20 Dollar pro Jahr für den 20-Gig-Musik-Speicher in der Datenwolke.

Erst kürzlich hat Google einen ähnlichen Dienst namens Google Music Beta vorgestellt, der bisher aber nur auf Einladung zugänglich ist. Google bietet an, 20.000 Lieder in der Cloud zu speichern – egal wie groß. Apple, mit iTunes der Digital-Musikhändler Nummer 1, bereitet laut Branchenspekulationen ebenfalls den Start eines Musikdienstes in der Datenwolke vor.

Die Billigpreis-Aktion von Amazon zum Start des neuen Albums von Lady Gaga ist also der Versuch, Marktanteile in der Cloud zu sichern, bevor Apple ins Spiel kommt. Der Cloud Dienst von Amazon ist für deutsche Kunden übrigens noch nicht erhältlich – ebensowenig wie das rabattierte Gaga-Album. Bei Amazon Deutschland zahlt man derzeit für die Digital-Version von “Born this way” 6,89 Euro, bei iTunes 10,99 Euro.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige